Neuigkeit | FÖPS in den Medien

Das Familiendrama von Senzig - psychologisch eingeordnet

Beim sogenannten erweiterten Suizid stellt der Täter nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seines Umfelds zur Disposition. Birgitta Sticher erläutert die Besonderheiten solcher Taten.

09.01.2022

Im Dezember 2021 erschütterte ein Familiendrama in Senzig (Königs-Wusterhausen, südlich von Berlin) die Öffentlichkeit: ein 40jähriger Familienvater nahm nicht nur sich, sondern auch seiner Frau und den drei Kindern das Leben. Zu den möglichen Motiven seiner Tat wurde bekannt, dass der Täter Mitglied der Partei "Die Basis" war, einer der Querdenker-Bewegung nahestehenden Kleinpartei. In einem von ihm hinterlassenen Abschiedsbrief soll es Hinweise darauf geben, dass er eine Strafverfolgung wegen eines gefälschten Impfzertifikats befürchtete und deshalb das Leben seiner gesamten Familie auslöschte. 

Wie ein solcher sogenannter erweiterter Suizid zu verstehen ist, unter welchen Voraussetzungen es dazu kommt, dass Menschen nur noch diesen Ausweg sehen und wie die Ermittlungsbehörden mit diesen Taten umgehen, das erläuterte Prof. Birgitta Sticher in einem Interview für die Märkische Allgemeine Zeitung vom 6. Januar 2022 (Seite 15). Sie sagt: "Grundsätzlich müssen wir uns bewusst machen, dass hinter der scheinbaren Normalität die schrecklichsten Dinge verborgen sein können."