Veranstaltungsrückblick

FÖPS Werkstattgespräch:

Mittwoch, 3. November 2021 ab 17.00 Uhr
mit Dr. Kai Seidensticker 

Teilnahme entweder Online über BigBlueButton (HWR): https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc oder in Präsenz vor Ort möglich (HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60, Haus 6A/Raum 008) – Teilnahmebedingungen s.u. 

In der jüngsten Vergangenheit wurde die Polizei zunehmend mit öffentlicher Kritik und dem Hinterfragen polizeilicher Praktiken konfrontiert. Dies kann auf unterschiedliche prägende Ereignisse und Skandale zurückgeführt werden, die verschiedene Dynamiken innerhalb und außerhalb der Polizei in Gang gesetzt haben. So ließen auf der einen Seite die nahezu täglich eintreffenden neuen Meldungen über rassistisch motivierte Eingriffsmaßnahmen von Polizist*innen und das Auftauchen neuer Erkenntnisse zu rassistischen Chatgruppen in Deutschland strukturelle Probleme innerhalb der Polizei vermuten. Auf der anderen Seite bemühten sich die Akteur*innen und Interessenvertretungen der Polizeien als Reaktion auf diese Vorkommnisse verstärkt um ein positives Bild der Polizei nach innen und außen.

Der Begriff der Fehlerkultur taucht in diesem Zusammenhang ebenfalls vermehrt auf, wobei in aller Regel von einer negativen oder fehlenden Fehlerkultur der Polizei gesprochen wird.

In diesem Werkstattgespräch werden von Dr. Kai Seidensticker (Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW, Institut für Polizei- und Kriminalwissenschaften) folgende Fragen thematisiert:

  • Was ist unter einer Fehlerkultur zu verstehen?
  • Was beeinflusst die Fehlerkultur innerhalb der Polizei?
  • Ist eine positive Fehlerkultur in der Polizei überhaupt zu realisieren?

Zur Klärung dieser Fragen werden theoretische Ansätze und empirische Erkenntnisse aus eigenen Forschungstätigkeiten herangezogen, die im Rahmen der Befassung mit dem Umgang mit Fehlern und der Konstruktion von Männlich­keiten in der Polizei gewonnen werden konnten.

Eine Veranstaltung des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin) an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin: www.foeps-berlin.org.  

Dokumentation der Veranstaltung:

Wie wirkte die Werbekampagne „110%“ der Polizei nach Innen? Wie sollte nach Meinung der Polizisten und Polizistinnen der Polizei Berlin zukünftig Nachwuchs gewonnen werden?

Mittwoch, 6. Oktober 2021 ab 17.00 Uhr
mit Prof. Dr. Birgitta Sticher & Kathrin Nowicki 

Teilnahme entweder Online über BigBlueButton (HWR): https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc oder in Präsenz vor Ort möglich (HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60, Haus 6A/Raum 008) – Teilnahmebedingungen s.u. 

Im Sommer 2020 startete die Berliner Polizei ihre neue Werbekampagne: „110 Prozent Berlin“. Mit dieser Werbekampagne, die eine auf Grundrechten basierende Polizeiarbeit in den Mittelpunkt stellt, will die Behörde sowohl die Identifikation der Polizist*innen und Mitarbeitenden mit ihrer Arbeitgeberin verbessern als auch die Nachwuchsgewinnung unterstützen. Die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit wollte in Erfahrung bringen: 

  • Welche Reaktionen hat die Imagekampagne bei den Beschäftigten der Berliner Polizei ausgelöst? Wie wird die Kampagne von den Polizist*innen und Mitarbeiter*innen bewertet?
  • Welche Ansatzpunkte und Verbesserungsvorschläge ergeben sich daraus für die interne und externe Öffentlichkeitsarbeit der Polizei Berlin?

Zur Klärung dieser Fragen wurden von Prof. Dr. Birgitta Sticher und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Caroline Schnelle (HWR Berlin, FÖPS) eine repräsentative Online-Befragung unter Beamt*innen und Beschäftigten der Berliner Polizei sowie drei qualitative Gruppeninterviews durchgeführt. Diese Forschung wurde von der Polizei Berlin finanziert und in enger Kooperation mit der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit der Polizei Berlin unter Leitung von Kathrin Nowicki durchgeführt. Die Ergebnisse des Projekts werden deshalb auch gemeinsam vorgestellt.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie als Zuhörer begrüßen dürfen und Sie sich an der anschließenden Diskussion beteiligen. Eine Teilnahme ist entweder Online (ohne Voranmeldung) oder vor Ort in Präsenz möglich.

Eine Veranstaltung des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin) an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin: www.foeps-berlin.org.  

Dokumentation der Veranstaltung:

Dienstag, 6. Juli 2021 17.00 Uhr
mit Prof. Dr. Vincenz Leuschner & Prof. Dr. Olaf Neumann 

Teilnahme über BigBlueButton (HWR): https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc (mit Möglichkeit der Wortmeldung/Chat-Beteiligung).

Im Dezember 2016 kam es zum Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. In dessen Folge sahen sich die beteiligten Einsatzkräfte und Organisationen im Umgang mit Betroffenen mit einer Situation konfrontiert, die in diesem Ausmaß neu war. Die herausragende Bedeutung des Ereignisses zeigt sich u.a. daran, zu welchen weitreichenden strukturellen Veränderungen (Einführung Zentrale Opferanlaufstelle, Berliner PSNV-Gesetz) der Anschlag führte.

Zwischen 2018 und 2020 beforschten die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) und die Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin) rückblickend die Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene in der Akutphase und den ersten Tagen nach dem Attentat. Im Rahmen des vom IFAF geförderten Forschungsprojektes wurden Vorschläge für die künftige Organisation, die operative Arbeitsweise, die Schnittstellen sowie Qualitätskriterien der PSNV entwickelt.

Prof. Dr. Vincenz Leuschner (HWR) und Prof. Dr. Olaf Neumann (ASH) stellen in ihrem Vortrag die Untersuchungsergebnisse des Forschungsprojektes vor und gehen auf die Frage ein, welche Herausforderungen Terroranschläge für die psychosoziale Unterstützungsarbeit im Zusammenspiel aller beteiligten Akteure (PSNV, Polizei, Feuerwehr Opferschutz) erzeugen und wie damit umgegangen werden kann.

Zum Thema:

Dienstag, 11. Mai 2021  17.00 Uhr
Teilnahme über BigBlueButton (HWR): https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc (mit Möglichkeit der Wortmeldung/Chat-Beteiligung).

Spätestens seit Mitte des Jahres 2018 entwickelt sich ein öffentlichkeitswirksamer Diskurs über das sogenannte Phänomen der Clankriminalität. In diesem Zusammenhang wird oftmals die Notwendigkeit einer Steigerung des repressiven Drucks der Politik sowie der Sicherheitsbehörden auf kriminelle Angehörige arabischer Großfamilien betont. Seitdem bemühen sich vor allem die von diesem Phänomen vermeintlich am stärksten betroffenen Polizeiorganisationen um gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung von Clankriminalität.

Der Vortrag von Dr. Daniela Hunold greift vor diesem Hintergrund die Frage nach der durch die Polizei vorgenommenen öffentliche Darstellung des Phänomens ‚Clankriminalität‘ in Wechselwirkung mit den Medien auf. Zudem thematisiert sie die Auswirkungen eines hegemonialen Diskurses auf die Wahrnehmungsebene der Polizist*innen der Schutzpolizei. Als empirische Grundlage dient ihr das von der DFG geförderte Projekt KORSIT (Die Konstruktion von Räumen im Kontext von Sicherheit - Raumwissen bei der Polizei), das im Februar 2021 abgeschlossen wurde.

Dr. Daniela Hunold ist Gastdozentin an der Deutschen Hochschule der Polizei und Organisationsmitglied des AK Empirische Polizeiforschung. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Empirischen Polizeiforschung – hier insbesondere in Bezug auf die Polizei in multi-ethnischen Gesellschaften – sowie der Kriminologie und Raumsoziologie. Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Klaus von Lampe moderiert. Er hat eine Professur für Kriminologie an der HWR Berlin inne.

Mittwoch, 21. April 2021  17.00 Uhr

FÖPS Werkstattgespräch Online
Teilnahme über BigBlueButton (HWR): https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc (mit Möglichkeit der Wortmeldung/Chat-Beteiligung).

Aus Untersuchungen ist bekannt, dass etwa 60% aller Frühberentungen auf psychische Diagnosen zurückgehen. Gehäufte Fälle vorzeitiger Versetzungen in den Ruhestand aufgrund psychischer Störungen und ein Anstieg des Krankenstandes von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten waren für die Leitung der Polizei Berlin Anlass, eine Kooperation mit der FU-Berlin einzugehen und eine Studienserie zu realisieren. Mit diesen Untersuchungen sollten (1.) die Arbeitsbedingungen im Polizeivollzugsdienst analysiert, (2.) mögliche Ursachen psychischer Probleme von Polizeibeamten erforscht und (3.) Maßnahmen zur Prävention psychischer Probleme entwickelt und evaluiert werden sollten. 

Im Zeitraum von 2013 bis 2017 wurden 1.752 MitarbeiterInnen von zwei Polizeidirektionen befragt. Bei einer Teilgruppe wurde eine Wiederholungsbefragung durchgeführt, um Veränderungen abbilden und Längsschnittanalysen durchführen zu können. Im Einzelnen wurden u.a. Merkmale zur Arbeitszufriedenheit, zum Belastungserleben, Daten zur körperlichen und psychischen Gesundheit, zum Arbeitsklima, zu arbeitsbezogenen Problemen, zum erlebten Führungsstil sowie zur Gratifikationsbilanz und Gratifikationskrisen erhoben, um Risiko- und Schutzfaktoren für Aspekte der Gesundheit sowie Maßnahmen zu entwickeln, die Negativentwicklungen der beruflichen Laufbahn vermeiden helfen. 

Auf der Basis der Analysen wurden Handlungsempfehlungen abgeleitet sowie Maßnahmen für MitarbeiterInnen und Führungskräfte entwickelt, modellhaft umgesetzt und evaluiert. 

Prof. Dr. Dieter Kleiber wird beim FÖPS-Werkstattgespräches die Hauptergebnisse dieser Studienserie stellvertretend für das Forschungsteam* präsentieren und steht anschließend für Diskussionen bereit. Die Veranstaltung wird von Prof. Dr. Janine Neuhaus moderiert. Sie hat eine Professur für Psychologie und Forschungsmethoden an der HWR Berlin inne.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie als Zuhörer begrüßen dürfen und Sie sich an der anschließenden Diskussion beteiligen. Falls Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen, bitten wir Sie aus organisatorischen Gründen um eine formlose Anmeldung unter: foeps-office(at)hwr-berlin.de.

Technische Hinweise:
Die Online-Veranstaltung findet als offene Diskussion mit den Teilnehmer*innen auf dem Videokonferenzserver BigBlueButton der HWR Berlin statt. Sie können daran über folgenden Link teilnehmen: https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc
Für die Teilnahme werden keine Login-Daten benötigt. Wir möchten Sie aber bitten, sich zur besseren technischen Planung vorher über foeps-office@hwr-berlin.de anzumelden. Der Meetingraum wird 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Um sich im Chat / an der Diskussion beteiligen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Link über Google Chrome 
oder Microsoft Edge aufzurufen – bei anderen Browsern kann es u.U. zu Einschränkungen kommen. 

Eine Veranstaltung des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS) an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin: www.foeps-berlin.org.  

Dienstag, 20. April 2021, 17.30 –  ca. 19.00 Uhr

Online-Veranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "HWR-Forschungsergebnisse online präsentiert"
Teilnahmelink (BigBlueButton): https://meet.hwr-berlin.de/b/ade-wp2-2fg

Das FÖPS Berlin lädt gemeinsam mit dem Zentralreferat Forschungsförderung der HWR Berlin, den Forschungskommissionen der Fachbereiche sowie dem Vizepräsidenten für Forschung und Transfer zu einer Präsentation aktueller Forschungsergebnisse ein.

Ablauf:

17.30 – 17.35 Uhr    Eröffnung & Begrüßung
                                     Vizepräsident Prof. Dr. Hartmut Aden / Prof. Dr. Birgitta Sticher

17.35 – 17.55 Uhr    Prof. Dr. Tanja Hollmann: Qualitätssteigerung der kriminalistischen Leichenschau

17.55 – 18.15 Uhr    Prof. Dr. Marc Coester: Das Konzept der Vorurteilskriminalität mit besonderer Beachtung der Auswirkungen auf die Opfer und die Folgen für die psychosoziale Prozessbegleitung in Deutschland

18.15 – 18.35 Uhr    Prof. Dr. Christoph Kopke: Verbote extrem rechter Parteien und Organisationen Staatliche Verbotspolitik in der Bundesrepublik Deutschland zwischen „wehrhafter Demokratie“ und symbolischer Politik (1951-2018)

18.35 – 19.00 Uhr    Gemeinsame Diskussion & Abschluss mit allen Teilnehmer*innen und Vortragenden

Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Birgitta Sticher, stellvertretender Direktorin des FÖPS Berlin.

Donnerstag, 4. März 2021 - Freitag, 5. März 2021

Gemeinsame Online-Konferenz des Arbeitskreises Empirische Polizeiforschung (EPF), des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin) in Kooperation mit dem Sächsischen Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung (SIPS)

 

Hinweis: Eine Online-Dokumentation der Tagung ist in Vorbereitung und wird demnächst auf der Webseite veröffentlicht.
 

Programmübersicht

Donnerstag, 4. März 2021

09:00 – 09:30    Einführung (Zoom: https://t1p.de/xgya bzw. Meeting-ID: 691 6525 1604 - Zugangscode nach Anmeldung)

09:30 – 12:10    Parallele Panels 
                          (1) Stress, Coping / Organisationskultur
                              (BigBlueButton: https://meet.hwr-berlin.de/b/hof-xct-osu-niu)
                          (2) Polizei und Rassismus / Rechtsextremismus
                              (Zoom: https://t1p.de/xgya - Zugangsdaten wie oben)
                          (3) Lebens- und Arbeitserfahrung (Frauen / Männer in der Polizei)
                              (BigBlueButton: https://meet.hwr-berlin.de/b/hof-q72-5ht-wdo)

12:10 – 13:00    Pause

12:50                Kurze Einführung in Wonder.me
                        (Zoom: https://t1p.de/xgya bzw. Meeting-ID: 691 6525 1604 - Zugangscode nach Anmeldung)
13:00 – 14:00    Postersession (auf Wonder.me: https://t1p.de/4xtq)

14:00 – 14:15    Pause 

14:15 – 16:45    Parallele Panels (alle in BigBlueButton)
                          (4) Cybercrime / Ermittlung
                              (https://meet.hwr-berlin.de/b/hof-xct-osu-niu)
                          (5) Kommunikation und Diskurs der Polizei
                              (https://meet.hwr-berlin.de/b/hof-p4b-cxz-aog)
                          (6) Legitimität polizeilichen Handelns
                              (https://meet.hwr-berlin.de/b/hof-q72-5ht-wdo)

16:45 – 17:00    Pause

17:00 – 18:00    Abschlussdiskussion (Zoom: https://t1p.de/xgya bzw. Meeting-ID: 691 6525 1604 - Zugangscode nach Anmeldung)

18:00 – 21:00    Offenes Treffen (auf Wonder.me: https://t1p.de/4xtq)

Freitag, 5. März 2021

09:15 – 09:30    Einführung (Zoom: https://t1p.de/tikq bzw. Meeting-ID: 621 6880 7897 - Zugangscode nach Anmeldung)

09:30 – 12:10    Parallele Panels (alle in BigBlueButton)
                          (7) Bewerbung, Beurteilung
                              (https://meet.hwr-berlin.de/b/hof-xct-osu-niu) 
                          (8) Polizieren im urbanen Raum
                              (https://meet.hwr-berlin.de/b/hof-p4b-cxz-aog)
                          (9) Alltagspraxen der Polizei
                              (https://meet.hwr-berlin.de/b/hof-q72-5ht-wdo)

12:10 – 13:00    Pause 

13:00 – 15:00    Parallele Panels (alle in BigBlueButton)
                          (10) Polizeigewalt (https://meet.hwr-berlin.de/b/hof-xct-osu-niu)
                          (11) Polizei aus politikwissenschaftlicher Perspektive
                               (https://meet.hwr-berlin.de/b/hof-p4b-cxz-aog)

15:00 – 15:15    Pause 

15:30 – 17:00    Podiumsdiskussion: Forschungslandschaft - Zugang zum Feld - Veränderungsbedarfe? (Zoom: https://t1p.de/tikq bzw. Meeting-ID: 621 6880 7897 - Zugangscode nach Anmeldung)
                          

17:00    Verabschiedung und Ende

Weitere Informationen über die einzelnen Referent*innen sowie deren Vortragsthemen finden Sie im Tagungsprogramm hier.  

Das Organisationsteam der Nachwuchswissenschaftler*innentagung 2021:
Dr. Nathalie Hirschmann, Dr. Daniela Hunold, Prof. Dr. Birgitta Sticher, Prof. Dr. Marschel Schöne und Prof. Dr. Clemens Arzt 

FÖPS Werkstattgespräch Online:
Mittwoch, 13. Januar 2021  17.00 Uhr
Teilnahme über Stream via PEXIP/DFN: https://www.conf.dfn.de/stream/nr5hk6qkkckfr (anonym, nur zum Zuhören/Anschauen)
oder über BigBlueButton (HWR): https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc (mit Möglichkeit der Wortmeldung/Chat-Beteiligung).

Über Einsätze, in denen Polizist*innen unverhältnismäßige Gewalt anwenden, wird in der jüngsten Zeit viel berichtet und diskutiert. Doch trotz dieses großen öffentlichen Interesses an solchen Vorfällen ist über deren Häufigkeit, über die Ursachen und die Betroffenen bisher wenig bekannt. Empirische Untersuchungen, die über jene in der Polizeilichen Kriminalstatistik enthaltenen (die polizeilich bekannten Vorfälle) hinausgehen, gibt es kaum.

An dieser Stelle will das Forschungsprojekt „Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen (KviAPol)“ Abhilfe schaffen. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt untersucht seit März 2018 rechtswidrige polizeiliche Gewaltanwendung aus der Perspektive der Opfer und im Kontext des polizeilichen Bearbeitungsprozesses. Mit KviAPol soll erstmals das sogenannte Dunkelfeld, also die nicht zur Anzeige gebrachten Vorfälle, genauer untersucht werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Viktimisierungsprozesse (Wer wird wie und warum zum Opfer von Polizeigewalt?), das Anzeigeverhalten der Betroffenen (bzw. die Gründe, warum gerade keine Anzeige erstattet wurde) und die strukturellen Merkmale dieser Vorfälle. Prof. Dr. Singelnstein wird die bisherigen Befunde des Projektes zu diesen Fragen vorstellen. Daneben geht er auch auf die Untersuchungsmethodik, auf typische Gewaltsituationen sowie auf Diskriminierungserfahrungen der Befragten ein.

Prof. Dr. Tobias Singelnstein ist Inhaber des Lehrstuhls für Kriminologie an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und zudem kooptiertes Mitglied der Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Kriminologie, im Strafrecht und Strafprozessrecht. Seit 2018 leitet er den weiterbildenden Masterstudiengang „Kriminologie, Kriminalistik und Polizeiwissenschaft“ an der RUB. Im Januar 2021 startet er gemeinsam mit dem FÖPS Berlin (Prof. Dr. Aden) und internationalen Forschungspartnern ein weiteres Forschungsprojekt zu „Police accountability - towards international standards (POLACS)“, das im Rahmen der Veranstaltung kurz vorgestellt wird.

Die Veranstaltung moderiert Prof. Dr. Birgitta Sticher. Sie ist stellvertretende Direktorin des FÖPS Berlin und lehrt u.a. angehende Polizist*innen in Psychologie und Führungslehre an der HWR Berlin.

Eine Veranstaltung des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS) an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin: www.foeps-berlin.org.  

Mittwoch, 9. Dezember 2020 17.00 Uhr
Offene Videokonferenz über BigBlueButton:
https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc.

Im November und Dezember 2019 erfolgte eine vierwöchige Feldstudie zur Untersuchung des Sicherheitsempfindens der Besuchenden auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. Es wurden insgesamt über 800 Besucher*innen gefragt, ob und wie sich das Sicherheitsempfinden der Weihnachtsmarktbesuchenden bei drei unterschiedlichen polizeilichen Präsenzformen verändert. Die Untersuchung liefert auch Erkenntnisse über den Grad der Wahrnehmung verschiedener Sicherheitsmaßnahmen sowie deren jeweiliger Akzeptanz. Diese sind für die Polizei von Interesse, weil sich die taktische Einsatzplanung bei Großveranstaltungen nicht nur an der Sicherheitslage, sondern auch am Sicherheitsgefühl der Bevölkerung orientiert.
Dirk Schipper-Kruse, der die Feldstudie in Kooperation mit der Berliner Polizei durchgeführt hat, berichtet über die Ergebnisse seiner Untersuchung. Er unterrichtet seit 2018 als hauptamtliche Lehrkraft für besondere Aufgaben Einsatzlehre an der HWR. Am 19.12.2016 wirkte er als verantwortliche Führungskraft an der polizeilichen Bewältigung der Terrorlage mit und beteiligte sich im Rahmen der immer noch andauernden Einsatznachbereitung maßgeblich an der Entwicklung neuer Einsatzkonzepte zum Schutz von Großveranstaltungen.

Ob das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung aus rechtlicher Sicht auch Grundrechtseingriffe legitimieren kann, stellt ergänzend Prof. Dr. Carolyn Tomerius dar. Sie ist seit 2014 zunächst als Gastprofessorin, dann als ordentliche Professorin für öffentliches Recht am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin tätig und Mitglied des FÖPS Berlin.

Die Moderation und ergänzende Interpretation der Ergebnisse aus kriminologischer Sicht übernimmt Prof. Dr. Claudius Ohder, Vizepräsident der HWR Berlin und Hochschullehrer für Kriminologie am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin.

Eine Veranstaltung des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS) an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin: www.foeps-berlin.org.  

Mittwoch, 11. November 2020 17.00 Uhr

Online-Veranstaltung mit:

  • Wilhelm Heitmeyer (Soziologe und Erziehungswissenschaftler, war von 1996 bis 2013 Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld)
  • Hans-Gerd Jaschke (Politikwissenschaftler)
  • Christoph Kopke (Politikwissenschaftler und Historiker)
  • moderiert von Wolfgang Kühnel (Soziologe).

In den letzten Monaten wurde zahlreiche rechtsextreme und rassistische Vorfälle in der Polizei bekannt, etwa der so genannte NSU 2.0 in Hessen oder Chat-Gruppen in NRW und Berlin. Während der Bundesinnenminister immer wieder beteuert, es handle sich um Einzelfälle und die Ursachen seien keineswegs in der Struktur der Polizeiorganisation zu suchen, weisen Expert*innen seit Jahren darauf hin, dass es keine aktuellen, aussagekräftigen Befunde zum Ausmaß rechtsextremistischer, rassistischer oder demokratiefeindlicher Einstellungen in der Polizei, geschweige denn zu den Gründen gebe.

In den polizei- und sozialwissenschaftlichen Untersuchungen der letzten 40 Jahre lassen sich zahlreiche Anhaltspunkte dafür finden, dass die Arbeitsbedingungen, bestimmte Konfliktkonstellationen, die Organisationskultur und Gruppendynamiken die Entstehung menschenverachtender Einstellungen und Handlungsweisen begünstigen. Doch auf welche Schutzfaktoren, auf welche Präventions- und Interventionsmöglichkeiten kann dagegen zurückgegriffen werden? Inwieweit lässt sich ein dauerhaftes, von unabhängiger Seite durchgeführtes Monitoring zu Rechtsextremismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit etablieren? Welche Möglichkeiten hat die Polizei gegen entsprechende Vorfälle in ihrer Behörde vorzugehen? Ist die Androhung von straf- und disziplinarrechtlichen Maßnahmen sinnvoll, um die Ausbreitung extremistischen Gedankenguts in der Polizei einzudämmen? Reicht die Einrichtung eines/einer polizeilichen Extremismusbeauftragten aus oder sollten (wie in anderen Ländern) externe, unabhängige Kontrollgremien für die Polizei geschaffen werden?

Eine Veranstaltung des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS) an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin: www.foeps-berlin.org.  

Teilnahme:

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie als Zuhörer begrüßen dürfen und Sie sich an der anschließenden Diskussion beteiligen. Falls Sie an der Veranstaltung teilnehmen wollen, bitten wir Sie aus organisatorischen Gründen um eine formlose Anmeldung unter: foeps-office(at)hwr-berlin.de.

    Technische Hinweise:

    Die Veranstaltung findet als virtuelles Meeting und offene Diskussion mit den Teilnehmer* innen auf dem Videokonferenzserver BigBlueButton der HWR Berlin statt. Sie können daran über folgenden Link teilnehmen: https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc.

    Für die Teilnahme werden keine Login-Daten benötigt. Der Meetingraum wird 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Um sich im Chat / an der Diskussion beteiligen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Link über Google Chrome oder Microsoft Edge aufzurufen – bei anderen Browsern kann es u.U. zu Einschränkungen kommen. Ebenso kann es Probleme mit dem Zugang zur Videokonferenz aus dem Behördennetz der Polizei geben. Falls Sie den Zugang vorab testen wollen, melden Sie sich gern bei uns unter foeps-office(at)hwr-berlin.de, um einen Test zu vereinbaren.

    Mittwoch, 21. Oktober 2020 17.00 Uhr

    Seit 2006 können die Bundesländer eigene Versammlungsgesetze erlassen. Berlin hat – nach einer gerichtlichen Niederlage wegen der bis dahin rechtswidrigen Praxis – davon bisher nur für die polizeilichen Ton- und Videoaufzeichnungen Gebrauch gemacht. Deshalb gilt hier – wie in vielen anderen Bundesländern – weiterhin das alte Bundesversammlungsgesetz. Dieses Gesetz ist durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sowie die in den letzten 40 Jahren geänderten Protestkulturen und Versammlungsformen in vielen Punkten überholt. Dem will die Berliner Regierungskoalition mit dem Entwurf eines Versammlungsfreiheitsgesetzes abhelfen, das die Versammlungsfreiheit stärken, die Vorbereitung und Durchführung von Demonstrationen vereinfachen sowie ein deeskalierendes, versammlungsfreundliches Agieren der Polizei gewährleisten soll.

    Ob das Versammlungsfreiheitsgesetz Berlin die daran geknüpften Erwartungen erfüllen kann und welche Einschränkungen der Versammlungsfreiheit in Berlin zu beobachten sind, darüber berichtet der Berliner Rechtsanwalt Dr. Peer Stolle. Er berät juristisch seit vielen Jahren Organisator*innen von Versammlungen in Berlin sowie im gesamten Bundesgebiet und ist im Vorstand des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins aktiv.

    Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Clemens Arzt, Direktor des FÖPS Berlin und Hochschullehrer für Polizei- und Versammlungsrecht am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin. Clemens Arzt ist Ko-Autor der Neuauflage des Kommentars von Ridder/Breitbach/Deiseroth zum Versammlungsrecht.

    Die Veranstaltung findet als virtuelles Meeting und offene Diskussion mit den Teilnehmer* innen auf dem Videokonferenzserver BigBlueButton der HWR Berlin statt. Sie können daran über folgenden Link teilnehmen: https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc.
    Für die Teilnahme werden keine Login-Daten benötigt, eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Der Meetingraum wird 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Um sich im Chat / an der Diskussion beteiligen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Link über Google Chrome oder Microsoft Edge aufzurufen – bei anderen Browsern kann es u.U. zu Einschränkungen kommen.

    Zum Thema: Entwurf für ein Versammlungsfreiheitsgesetz der Regierungskoalition (Drs. 18/2764 v. 2.6.2020)

    Dienstag, 9. Juni 2020 17.00 Uhr
    Webmeeting unter https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc

    Im Lichte der Corona-Pandemie haben die Behörden in Deutschland durch Rechtsverordnungen die Versammlungsfreiheit deutlich eingeschränkt, wenn nicht gar faktisch ausgehebelt. Fast alle Bundesländer haben repressive Verbote mit Erlaubnisvorbehalt erlassen. Versammlungen wurden/werden mithin präventiv verboten und konnten – unter mehr oder weniger restriktiven Vorgaben – nur im Ausnahmefall zugelassen werden. Allein das Bundesland Bremen ist einer anderen Linie gefolgt und blieb beim üblichen versammlungsrechtlichen Reglement, dass die Behörde im Ausnahmefall aus Gründen des Infektionsschutzes Versammlungen beschränken, beauflagen oder im letzten Fall verbieten kann.

    Auch wenn derzeit diese Restriktionen nach und nach zurückgenommen werden, stellen die Totalverbote mit Erlaubnisvorbehalt doch gleichsam die „Musterfolie“ dar, auf die in der nächsten Krisensituation wieder zurückgegriffen werden dürfte. Inwiefern der Erlass solcher Totalverbote durch Rechtsverordnungen überhaupt zulässig ist, ist zumindest umstritten. Deshalb lohnt es sich, jetzt die Verfassungsmäßigkeit der Verordnungslage und die behördliche Praxis zu hinterfragen; ebenso wie das zum Teil exzessive Vorgehen der Polizei selbst bei Kleinstdemonstrationen.

    Über diese Kontroversen diskutieren Prof. Dr. Hartmut Aden,Prof. Dr. Clemens Arzt und Dr. Jan Fährmann von der HWR Berlin mit den Teilnehmer*innen des Webmeetings, moderiert von Sven Lüders.

    Nach einer kurzen Einführung werden die Referenten zunächst die wesentlichen rechtlichen Fragen aus verschiedenen Perspektiven darstellen. Einführend kann die Lektüre ihres Beitrags unter https://verfassungsblog.de/versammlungsfreiheit-auch-in-krisenzeiten/ empfohlen werden, auch wenn sich die Rechtslage und die gerichtliche Praxis seither sicherlich verändert haben.

    Die Veranstaltung findet als virtuelles Meeting auf dem Videokonferenzserver der HWR Berlin statt (BigBlueButton). Sie können daran über folgenden Link teilnehmen: https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc. Der Meetingraum wird 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Um sich im Chat / an der Diskussion beteiligen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Link über Google Chrome oder Microsoft Edge aufzurufen – bei anderen Browsern kann es u.U. zu Einschränkungen kommen.

    Sofern Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, bitten wir um eine kurze Rückmeldung an foeps-office(at)hwr-berlin.de, damit wir uns technisch vorbereiten können.

    Mittwoch, 8. Januar 2020 um 17.00 Uhr
    HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 – Haus 6A/Raum 008

    Die Kriminaltechnik als interdisziplinäres Fachgebiet entwickelt sich auf einigen Feldern rasant. Das wird an Beispielen wie der DNA-Analyse, der Bewegungsmustererkennung oder der virtuellen Dokumentation von Ereignisorten deutlich. Die Verfügbarkeit neuer Technologien bietet nicht nur aus kriminalistisch-kriminaltechnischer Sicht viel Diskussionsstoff – ob und wie sie eingesetzt werden sollen, ist auch Gegenstand politischer Diskussionen.

    Während die Beweiskraft kriminaltechnisch basierter Aussagen heute selten angezweifelt wird, steigen jedoch die Anforderungen an die Verfahrenssicherheit. Immer öfter wird der Weg zum Untersuchungsergebnis im Strafermittlungsverfahren ein Gegenstand kritischer Betrachtungen. Für die Kontaminationsvermeidung, seit Jahrzehnten ein zentrales Thema der Kriminaltechnik, zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Hier wird zukünftig der fachgerechte Umgang mit unvermeidlichen Kontaminationen in den Mittelpunkt rücken.

    Über diese und weitere Herausforderungen sprechen Prof. Christian Friedrich Matzdorf (er lehrt Kriminalistik mit dem Schwerpunkt Kriminaltechnik an der HWR Berlin) und der Leitenden Kriminaldirektorin Susanne Bauer, Leiterin des Kriminaltechnischen Instituts des LKA Berlin, moderiert von Prof. Dr. Birgitta Sticher.

    Mittwoch, 4. Dezember 2019 ab 17.00 Uhr
    HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 – Haus 6A/Raum 008

    Immer wieder wird in der sicherheitspolitischen Diskussion bemängelt, die Polizei fahre den Straftätern mit zu alten Autos hinterher, müsse mit veralteten Computern arbeiten und sei technisch völlig unzureichend ausgestattet. Auf der anderen Seite wurde seit Anfang der 2000er Jahre massiv in technikorientierte Sicherheitsforschung investiert – einige der Ergebnisse sind inzwischen in der Polizeipraxis angekommen. Zugleich wurden zahlreiche Befugnisse der Polizei ausweitet und dabei neue technische Überwachungsmöglichkeiten in den Gesetzen verankert; Kritiker*innen sprechen von einer digitalen Aufrüstung der Polizei.

    Zweifellos birgt die Frage nach der technischen Ausstattung der Polizei viel Diskussionsstoff. Den greift die Zeitschrift vorgänge in ihrem aktuellen Themenheft „Polizei und Technik“ auf. Die Zeitschrift wird von der Humanistischen Union herausgegeben. In elf Beiträgen nehmen die Autor*innen (darunter zahlreiche aus dem FÖPS Berlin) sehr unterschiedliche Perspektiven auf das ambivalente Verhältnis zwischen Polizei, Technik und Recht ein: Einige befassen sich mit der Sicherheitsforschung sowie mit daten- und technikbasierten Polizeistrategien wie der Vorratsdatenspeicherung, dem Predictive Policing oder der EU-weiten Vernetzung polizeilicher Datenbanken, andere stellen konkrete Anwendungsfälle polizeilicher Techniknutzung vor (etwa den Taser oder GPS-Lokalisierungsmöglichkeiten). Mehrere Texte stellen die untersuchten Anwendungsfälle in den Kontext der Möglichkeiten und Grenzen politischer und rechtlicher Steuerung polizeilicher Techniknutzung.

    Im Rahmen des FÖPS-Werkstattgesprächs blicken sechs Autorinnen und Autoren in kurzen Statements auf die von ihnen behandelten Aspekte des Themas Polizei und Technik:

    • Prof. Dr. Hartmut Aden,
    • Prof. Dr. Tarik Tabbara und
    • Prof. Dr. Carolyn Tomerius (alle drei: Professor*innen am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR und Mitglieder des FÖPS Berlin)
    • Dr. Jan Fährmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter am FÖPS Berlin
    • Matthias Monroy, freier Journalist und Redakteur der Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP
    • Eric Töpfer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Menschenrechte.

    Moderiert wird die Runde von Prof. Dr. Clemens Arzt, Direktor des FÖPS Berlin. Im Anschluss laden wir Sie ein, mit den Autor*innen über die Beiträge und die Herausforderungen des Themenfeldes Polizei und Technik zu diskutieren:

    • Was sind die aktuellen technologischen Herausforderungen für die Polizei und wie werden diese Technologien die Arbeit der Polizei in den nächsten Jahren beeinflussen?
    • Wie lassen sich die notwendige technische Erneuerung der Polizei und ein angemessener Grundrechtsschutz in Einklang bringen?
    • Was können Recht, Politik und kritische Zivilgesellschaft tun, um diese Entwicklung möglichst sinnvoll zu steuern?


    Veranstalter: Dieses Werkstattgespräch wird gemeinsam veranstaltet vom FÖPS Berlin und der Redaktion der Zeitschrift vorgänge (herausgegeben von der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union).

    Teilnahme: Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten, die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine formlose Anmeldung unter foeps-office@hwr-berlin.de.

    Veranstaltungsort: Die Veranstaltung findet statt am Campus Lichtenberg der HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 in Haus 6A / Raum 008 (im Erdgeschoss).

    Prof. Dr. Karoline Ellrich über

    Gewalt gegen polizeiliche Einsatzkräfte

    Mittwoch, 6. November 2019 um 17.00 Uhr
    HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 – Haus 6B/Raum 065

    Gewaltübergriffe und Respektlosigkeiten gegenüber Polizist*innen rücken zunehmend in den Fokus öffentlicher und politischer Diskussionen. Häufig wird von einem mutmaßlichen Anstieg solcher Vorfälle ausgegangen, der als Anzeichen und Folge gesellschaftlicher Verrohung interpretiert wird. Der Vortrag nähert sich dem sehr emotional besetzten Thema aus wissenschaftlicher Perspektive: Prof. Ellrich gibt einen Überblick zum Phänomen, geht auf den Gewaltbegriff sowie die zur Verfügung stehenden Datenquellen ein. Anschließend erläutert sie aktuelle Entwicklungen von Gewaltübergriffen anhand der Polizeilichen Kriminalstatistik. Sie stellt in ihrem Vortrag bisherige Studienergebnisse zu jenen Faktoren vor, die auf Seiten der Bürger*innen wie der Beamt*innen die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs beeinflussen können. Vor diesem Hintergrund werden ausgewählte Lösungsansätze kritisch beleuchtet.

    Prof. Dr. Karoline Ellrich ist seit 2017 Professorin für Psychologie an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg. Als ausgebildete Mediatorin und Konfliktschlichterin hat sie sich am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen insbesondere mit Gewaltviktimisierung, deeskalativer Kommunikation, Stress und Burnout in der Polizei auseinandergesetzt.

    Teilnahme: Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten, die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine formlose Anmeldung unter foeps-office@hwr-berlin.de.

    Veranstaltungsort: Die Veranstaltung findet wie immer statt am Campus Lichtenberg der HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 in Haus 6B / Raum 065 (im Erdgeschoss).
    Sie erreichen uns am besten über folgende ÖPNV-Verbindungen: Bus 108/194 (Bildungs- und Verwaltungszentrum), Bus 192 (Alt-Friedrichsfelde), U5 (Friedrichsfelde), S5/S7/S75 (Friedrichsfelde Ost - bitte beachten Sie den S-Bahn-Ersatzverkehr) und Tram-Linien M17 / 27 (Alt-Friedrichsfelde / Rhinstraße).

    Prof. Wim Nettelnstroth spricht über

    Anforderungsprofile für den Polizeidienst - Ergebnisse aus dem Projekt POLNACH

    Mittwoch, 23. Oktober 2019 um 17.00 Uhr
    Achtung Raumänderung: HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 – Haus 6A/Raum 008

    Der demografische Wandel führt in den Länderpolizeien und bei der Bundespolizei für einige Jahre zu erhöhten Einstellungszahlen. Gleichzeitig stehen auf dem Arbeitsmarkt weniger junge Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung, so dass hier schon von einem War for Talents gesprochen wird. In dieser Situation kommt einzelnen Stationen der Personalauswahl eine erhöhte Bedeutung zu: dem Anwerben und Erfassen der potenziell geeigneten Bewerberinnen und Bewerber (Rekrutierung), der Personalauswahl im engeren Sinne (Eignungsfeststellung) und dem zugrundeliegenden Anforderungsprofil (Anforderungsanalyse).
    Um die Polizei in diesem Auswahlprozess zu unterstützen, hat das Forschungsprojekt POLNACH aus empirischen Erkenntnissen heraus Empfehlungen zu folgenden Fragen abgeleitet: Welche empirisch fundierten Dimensionen sollten in ein evidenzbasiertes Anforderungsprofil für das polizeiliche Einstiegsamt einfließen? Welche Verfahren(-skombinationen) prognostizieren den Ausbildungs-, Studien- und Berufserfolg am besten und welches Gewicht sollten sie im Gesamtverfahren einnehmen? Prof. Dr. Wim Nettelnstroth wird die inhaltlichen und methodischen Überlegungen sowie zentrale Untersuchungsergebnisse des Projektes POLNACH vorstellen. Er lehrt seit 2012 Psychologie (Personalmanagement) am Fachbereich 5 der HWR Berlin.

    Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Oesten Baller und Staatssekretär Torsten Akmann

    Donnerstag, 11. Juli 2019 um 17.00 Uhr 
    HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 - Haus 6B/Raum 063

    Die Schusswaffe ist das letzte polizeiliche Einsatzmittel, mit potentiell tödlicher Wirkung. Immer wieder wird sie im Polizeialltag eingesetzt: gegen Tiere und Sachen, in vergleichsweise seltenen Fällen auch gegen Menschen. In Teilen der Öffentlichkeit und in den Medien finden diese Fälle eine erhebliche Aufmerksamkeit, weil hier das menschliche Leben durch staatliche Maßnahmen geschädigt oder auch beendet werden kann.

    Rechtliche Grundlagen für den polizeilichen Zwang im Allgemeinen und den Schusswaffengebrauch im Besonderen finden sich im Verwaltungsvollstreckungsgesetz des Bundes (das auch für die Berliner Polizei anwendbar ist) sowie im Gesetz über den unmittelbaren Zwang in Berlin (UZwG). Beide Gesetze stehen schon länger in der Kritik, weil sie weder die Grundrechte der von polizeilichen Zwangsmaßnahmen Betroffenen noch die Rechte der handelnden Polizeibeamt*innen ausreichend schützen. Das UZwG Berlin enthält zudem viele von anderen Landesgesetzen abweichende Regelungen, die erhebliche rechtliche Unsicherheiten zur Zulässigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs mit sich bringen.

    Zu diesen Streitfragen wird Professor Baller in seinem Beitrag Stellung nehmen: So verweist das UZwG Berlin auf die Regelungen zu Notwehr und Nothilfe und wiegt damit Polizeibeamt*innen in der vermeintlichen Sicherheit, in brisanten Situationen nach diesen Maßstäben schießen zu dürfen. Das wird auch durch das Schießtraining vermittelt. Die im Gesetz verankerte, unabdingbare Pflicht zur Androhung lässt andererseits keine Ausnahme zu, selbst bei einem gegenwärtigen Angriff auf das Leben der Beamt*innen – was schlichtweg an realen Einsatzsituationen vorbeigeht. Der häufigste Anwendungsfall eines möglichen Schusswaffengebrauchs stellt in § 11 auf eine strafrechtliche Bewertung anstelle der relevanten gefahrenabwehrrechtlichen Tatbestände ab. Die Regelungen zum Schusswaffengebrauch gegen Menschenmengen gehen von Bürgerkriegsszenarien aus und nicht von den Verhältnissen in einem demokratischen Rechtsstaat. Last but not least fehlt auch eine gesetzliche Regelung für den Gebrauch des „Taser“, was aus menschenrechtlicher Sicht wie auch mit Blick auf das Grundgesetz nicht akzeptabel ist, da innerbehördliche Maßgaben eine gesetzliche Regelung nicht ersetzen können.

    Im Anschluss wird Staatssekretär Akmann die Position der Innenbehörde zu diesen Rechtsfragen darstellen. Es wird sicherlich einiges zu diskutieren geben bei diesem Werkstattgespräch und wir freuen uns auf eine rege Teilnahme gerade auch der betroffenen Mitglieder der Berliner Polizei.

    Die Referenten:
    Prof. Dr. Oesten Baller lehrt seit über 20 Jahren unter anderem Polizeirecht und Zwangsrecht am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin. Er hat hierzu einen Standard-Kommentar verfasst, der 2004 erschien.
    Torsten Akmann ist Jurist und waren unter anderem im Innenministerium des Bundes wie auch im Bundeskanzleramt tätig. Seit 2016 ist er Staatssekretär beim Senator für Inneres und Sport des Landes Berlin und damit ein exzellenter Kenner der Berliner Polizei und des Polizeirechts.

    Teilnahme: Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten, die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine formlose Anmeldung unter foeps-office@hwr-berlin.de.

    Veranstaltungsort: Die Veranstaltung findet wie immer statt am Campus Lichtenberg der HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 in Haus 6B / Raum 063 (im Erdgeschoss).
    Sie erreichen uns am besten über folgende ÖPNV-Verbindungen: Bus 108/194 (Bildungs- und Verwaltungszentrum), Bus 192 (Alt-Friedrichsfelde), U5 (Friedrichsfelde), S5/S7/S75 (Friedrichsfelde Ost) und Tram-Linien M17 / 27 (Alt-Friedrichsfelde / Rhinstraße).

    Vortrag von und Diskussion mit Hartmut Seltmann, Polizeidirektor a.D. und ehemaliges Mitglied der Nationalen Stelle zur Verhütung von Folter

    Dienstag, 11. Juni 2019 um 17.00 Uhr  (abweichender Tag!)
    HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 - Haus 6B/Raum 065

    Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter existiert seit 2008. Kürzlich hat sie ihren 10. Jahresbericht zur Umsetzung des Zusatzprotokolls zur UN-Antifolterkonvention (OPCAT) in Deutschland vorgelegt. Die Nationale Stelle soll auf die Einhaltung der sich aus der UN-Antifolterkonvention und deren Zusatzprotokoll ergebenden Verbote und staatlichen Schutzpflichten achten. Dazu gehört nicht nur das Verbot der unmittelbar rechtswidrigen Gewaltanwendung, sondern jegliche grausame, unmenschliche bzw. erniedrigende Behandlung oder Strafe von Menschen. Folglich überwacht die Stelle in Deutschland nicht nur den Gewahrsam von Bundes- und Länderpolizeien, Bundeswehr und Zoll, sondern auch Justizvollzugsanstalten, Jugendarrestanstalten, Abschiebungshaftanstalten, Alten-, Behinderten- und Pflegeheime, Kinder- und Jugendheime sowie psychiatrische Kliniken.

    Der Referent: Hartmut Seltmann war von 2015 bis 2018 Mitglied der Nationalen Stelle und hat in dieser Zeit zahlreiche Einrichtungen kontrolliert. Sein Vortrag konzentriert sich auf die Erfahrungen mit dem Polizeigewahrsam in verschiedenen Bundesländern. Er berichtet, wie die Stelle ihrer Monitoring-Aufgabe nachkommt, wie die Kontrollen vor Ort abliefen, welche Probleme es beim Zugang und der Durchführung der Kontrollen gab, was die Nationale Stelle zu beanstanden hatte und welche strukturellen Probleme es im deutschen Polizeigewahrsam gab bzw. gibt.

    Teilnahme: Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten, die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine formlose Anmeldung unter foeps-office@hwr-berlin.de.

    Veranstaltungsort: Die Veranstaltung findet wie immer statt am Campus Lichtenberg der HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 in Haus 6B / Raum 065 (im Erdgeschoss).
    Sie erreichen uns am besten über folgende ÖPNV-Verbindungen: Bus 108/194 (Bildungs- und Verwaltungszentrum), Bus 192 (Alt-Friedrichsfelde), U5 (Friedrichsfelde), S5/S7/S75 (Friedrichsfelde Ost) und Tram-Linien M17 / 27 (Alt-Friedrichsfelde / Rhinstraße).

    Projektvorstellung durch Prof. Dr. Hartmut Aden & Dr. Jan Fährmann (FÖPS/HWR Berlin)
    sowie Prof. Dr. Gudrun Görlitz & Alexander Vollmar (Beuth Hochschule Berlin)

    Donnerstag, 9. Mai 2019 um 17.00 Uhr
    HWR Berlin - Campus Lichtenberg, Alt Friedrichsfelde 60
    Haus 6 B, Raum 065 (im Erdgeschoss, ist ausgeschildert)

    Fahrräder haben in Berlin wie in anderen Großstädten als Teil des Mobilitätskonzepts erheblich an Bedeutung gewonnen. Ein Nachteil besteht allerdings darin, dass Fahrräder meist schlecht gegen Diebstahl gesichert sind und daher häufig gestohlen werden. Dabei hinterlassen die Täterinnen und Täter in der Regel kaum Spuren, so dass polizeiliche Ermittlungsansätze für die Aufklärung fehlen. Hohe Fallzahlen stehen daher einer sehr niedrigen Aufklärungsquote gegenüber.

    Kann die immer häufiger in Fahrrädern verbaute Trackingtechnik (GPS etc.) eine Lösung bieten, die Aufklärungsquote zu steigern, Diebstähle zu verhindern und gestohlene Fahrräder zurückzugewinnen? Wie müsste eine solche Lösung rechtlich und technisch aussehen? Ließe sie sich im Zeitalter des Internets der Dinge auf weitere trackbare Gegenstände erstrecken?
    In dem vom IFAF geförderten Projekt „FindMyBike“ wurde diesen Fragen mit interdisziplinären Ansätzen aus Rechts- und Verwaltungswissenschaften sowie Informationstechnik nachgegangen. Forscher von der Beuth-Hochschule Berlin und der HWR Berlin haben zusammen mit ihren Praxispartnern Noa Technologies GmbH und dem Landeskriminalamt Berlin IT-gestützte Lösungen entwickelt und getestet, die das Auffinden gestohlener Fahrräder durch die Polizei mit Hilfe von privater GPS-Ortung erleichtern. Im Werkstattgespräch stellen sie ihre Ergebnisse vor.

    Teilnahme:
    Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten, die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine formlose Anmeldung unter foeps-office(at)hwr-berlin.de.

    Veranstaltungsort:
    Die Veranstaltung findet wie immer statt am Campus  Lichtenberg der HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 in Haus 6B / Raum 065 (im Erdgeschoss). Sie erreichen uns am besten über folgende ÖPNV-Verbindungen: Bus 108/194 (Bildungs- und Verwaltungszentrum), Bus 192 (Alt-Friedrichsfelde), U5 (Friedrichsfelde), S5/S7/S75 (Friedrichsfelde Ost) und Tram-Linien M17 / 27 (Alt-Friedrichsfelde / Rhinstraße).

    Die Referentinnen und Referenten:

    Prof. Dr. Hartmut Aden
    Professor für Öffentliches Recht und Europarecht an der HWR Berlin (FB 5: Polizei und Sicherheitsmanagement) sowie Projektleiter von FindMyBike

    Dr. Jan Fährmann
    Jurist und Kriminologe, Projektmitarbeiter in den Projekten FindMyBike, AMBOS und MEDIAN sowie Lehrbeauftragter an der HWR Berlin

    Prof. Dr. Gudrun Görlitz
    Professorin für Programmierung an der Beuth Hochschule Berlin (FB VI: Informatik und Medien) und Projektleiterin der Bereiche Mobile Computing und Eco-Mobilität

    Alexander Vollmar
    Medien-Informatiker (M.Sc.) und Diplom-Geograph an der Beuth Hochschule für Technik Berlin, zuständig für Mobile Anwendungen, Augmented Reality & Web-Anwendungen

    Celia Sommer spricht über den Forschungsstand, die Situation in der Aus- und Fortbildung sowie den Forschungsbedarf - Vortrag und Diskussion, moderiert von Prof. Dr. Birgitta Sticher.

    Donnerstag, den 4. April 2019 um 17.00 Uhr

    HWR Berlin
    Campus Lichtenberg
    Alt Friedrichsfelde 60
    10315 Berlin

    Einsätze von den Beamten*innen mit Menschen, deren Verhalten für Außenstehende als besonders auffällig und befremdlich wahrgenommen wird, zählen besonders in Großstädten wie Berlin zum Alltag der Polizeiarbeit. Internationale Studien zeigen, dass der Umgang mit psychisch gestörten Menschen von Polizeibeamt*innen als besonders herausfordernd angesehen wird und sie hierzu einen dringenden Weiterbildungsbedarf haben. Zugleich besteht aber auch für die psychisch gestörten Menschen eine hohe Gefahr, durch die polizeilichen Maßnahmen verletzt oder getötet zu werden. In der Berliner Öffentlichkeit ist vor allem der „Fall Neptunbrunnen“ aus dem Jahr 2013 bekannt, bei dem ein psychisch kranker junger Mann von der Polizei erschossen wurde.

    Dieser und weitere Fälle wurden intensiv juristisch aufgearbeitet. Bisher gibt es aber weder in Berlin noch in Deutschland insgesamt eine nennenswerte sozialwissenschaftliche Forschung zu dieser Thematik. Positiv hingegen ist, dass vor einigen Jahren als Konsequenz aus dem „Fall Neptunbrunnen“ eine Weiterbildung für Polizeibeamt*innen zum Umgang mit psychisch gestörten Menschen entwickelt wurde, die – so das Ergebnis einer Bachelorarbeit an der HWR Berlin – als erfolgreich zu bezeichnen ist.

    Der Vortrag vermittelt einen Überblick über den aktuellen sozialwissenschaftlichen (psychologischen) Forschungsstand zu diesem Themengebiet. Hierauf aufbauend wird das Seminar der Polizei Berlin zum Umgang mit psychisch gestörten Menschen vorgestellt. Auf dieser Grundlage können die Teilnehmer*innen gemeinsam über den Forschungsbedarf bzw. und die Fragestellungen für zukünftige Forschung diskutieren.

    Die Referentin:

    Mittwoch, den 13.02.2019 um 17.00 Uhr

    HWR Berlin
    Campus Lichtenberg
    Alt Friedrichsfelde 60
    10315 Berlin

    Haus 6 B Raum 065 (Erdgeschoss, ist ausgeschildert)

    Sicherheit, so könnte man meinen, braucht keine Moral, weil sie selbst schon grundsätzlich moralisch ist – schließlich wollen alle in Sicherheit leben. Dem widerspricht eine Sicherheitsethik, die die Notwendigkeit, aber zugleich auch die Grenzen von Sicherheit aufzeigt und damit Sicherheit in ihren Ambivalenzen sieht.

    Ethik ist eine Perspektive auf Sicherheit neben anderen Perspektiven. Aber sie ist eine entscheidende Perspektive, die Sicherheitshandeln in den Kontext moralischer Werte, Prinzipien und Normen stellt. Sicherheitshandlungen, -maßnahmen oder –techniken sind nicht einfach ‚neutral’. Sie haben Voraussetzungen und Auswirkungen, die auch ethisch reflektiert werden müssen, weil sie Fragen eines guten individuellen Lebens und einer guten Gesellschaft betreffen.

    Der Vortrag befasst sich damit, welche Folgen unterschiedliche Verständnisse von Sicherheit haben, wie Formen der politischen, gesellschaftlichen persönlichen und technologischen Herstellung von Sicherheit zu verstehen und zu bewerten sind und welche Menschen in welcher Weise von welcher Herstellung von Sicherheit profitieren, eingeschränkt oder sogar beschädigt werden. Damit geht es um den Zusammenhang von Sicherheit und Freiheit, aber auch Sicherheit und Gerechtigkeit und darum, welcher Umgang mit Unsicherheiten angemessen sein kann.

    Referentin

    Dr. Regina Ammicht Quinn ist Professorin für Ethik und Sprecherin des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sicherheitsethik, Ethik der Digitalisierung/Ethik Lernender Systeme, Kulturethik und ethische Fragen gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.

    Dienstag den 6. November 2018 um 17.30 Uhr

    HWR Campus  Lichtenberg
    Alt Friedrichsfelde 6010315 Berlin
    Haus 6B Raum 065 (Erdgeschoss)

    Twitter, Facebook, Instagram, Youtube, Snapchat - auf allen gängigen Social Media Plattformen ist die Polizei präsent. Bundesweit soll es über 330 Profile geben, teilweise mit über 400.000 sog. Followern. Ganz vorne dabei die Polizei Berlin, deren Twitteraccount 417.000 Nutzer verfolgen.  Dies wollen wir zum Anlass nehmen, die Social Media Aktivitäten der Polizei etwas genauer zu betrachten und zu diskutieren. Was ist Sinn und Zweck der „Polizei 2.0“? Welche Ziele werden verfolgt und wie ist das Ganze organisiert? Schließlich soll auch die Frage aufgegriffen werden, auf welcher (verfassungs-)rechtlichen Grundlage die Aktivitäten erfolgen und wo ihre - mitunter noch ungeklärten - Grenzen verlaufen.

    Referent/in
    Yvonne Tamborini, Leiterin Social Media Management der Polizei Berlin
    Prof. Dr. Jan Dirk Roggenkamp, Professor für Öffentliches Recht, HWR Berlin

    Gemeinsame Tagung von Transparency Deutschland und FÖPS Berlin aus Anlass des fünfundzwanzigjährigen Bestehens von Transparency

    Freitag 12. Oktober 2018 
    von 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr
    Campus Lichtenberg
    Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
    Audimax
    Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin

    Seit einem Vierteljahrhundert setzt sich Transparency Deutschland für eine wirkungsvolle Bekämpfung korrupter Praktiken und Strukturen in der Bundesrepublik ein. In dieser Zeit hat sich nicht nur die einschlägige Gesetzgebung geändert, auch das Bewusstsein für Korruption und Machtmissbrauch ist gestiegen. Aus diesem Anlass wollen Transparency Deutschland und das FÖPS Berlin eine konstruktiv-kritische Zwischenbilanz ziehen: Wissen wir mittlerweile wirklich mehr über die Ursachen, Formen und Auswirkungen von Korruption? Mit welchen Maßnahmen lässt sich Korruption tatsächlich effizient bekämpfen? Warum kommen bestimmte Reformen im Antikorruptionssektor zustande und andere nicht?

    Die Tagung möchte Wissensbestände zusammentragen, aber auch vermeintliche Gewissheiten hinterfragen und einen Blick in die Zukunft von Korruptionsforschung und -bekämpfung werfen.

    Dienstag den 9. Oktober 2018 um 17.00 h

    HWR Campus Lichtenberg
    Alt Friedrichsfelde 60
    10315 Berlin,
    Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

    Im August 2018 endete das längste und teuerste Strafverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik, das je gegen Angehörigen der militanten extremen Rechten geführt wurde. Verhandelt wurden seit März 2013 die zehn Morde, zwei Sprengstoffattentate und fünfzehn Banküberfälle, die der rechten Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ zugeordnet werden konnten. Während des Prozesses, aber auch im Rahmen der zahlreichen parlamentarischen Untersuchungsausschüsse in Bund und einigen Ländern, wurden immer wieder vermeintliche und tatsächliche Fehler bei den polizeilichen Ermittlungen und im Vorgehen weiterer Sicherheitsbehörden thematisiert.

    Wir nehmen das Prozessende zum Anlass, noch einmal über mögliche und bereits erfolgte Konsequenzen für die Polizei in Bund und in den Ländern zu diskutieren.

    Podium
    Dr. Irene Mihalic, MdB (Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sprecherin für Innenpolitik). Irene Mihalic, von Beruf Polizeibeamtin und studierte Kriminologin, war von November 2015 bis Juni 2017 Obfrau im zweiten NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages.

    RA’in Antonia von der Behrens. Antonia von der Behrens vertrat im NSU-Prozess als Nebenklagevertreterin den jüngsten Sohn des am 4. April 2006 ermordeten Mehmet Kubasik. Sie ist u.a. Herausgeberin der Buchveröffentlichung: Kein Schlusswort. Nazi-Terror, Sicherheitsbehörden, Unterstützernetzwerk. Plädoyers im NSU-Prozess. Hamburg 2018.

    N.N., Landeskriminalamt Berlin

    Moderation
    Professor Dr. Christoph Kopke, HWR Berlin. Christoph Kopke lehrt Politikwissenschaft und Zeitgeschichte am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement. Professor Kopke ist Mitglied des FOEPS.

    Donnerstag, 26. Juli 2018 um 17 Uhr

    HWR Campus Lichtenberg
    Alt Friedrichsfelde 60
    10315 Berlin,
    Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

    Dass sich Polizeiarbeit in europäischen bzw. westlichen Gesellschaften sehr unterschiedlich gestaltet, lässt sich dank der Analysen einer vergleichenden internationalen Polizeiwissenschaft gut belegen. Prof. Dr. Jacqueline Ross untersucht in dem Buchprojekt, das sie in ihrem Vortrag vorstellt, die Praxis der verdeckten Ermittlung. Der Vortrag analysiert und vergleicht die Regulierung verdeckter Polizeiarbeit in den USA, Italien, Deutschland  und Frankreich. Dabei sind die Kriterien für eine rechtsstaatliche Anwendung in den jeweiligen Ländern sehr unterschiedlich. Neben der Immunität der verdeckt an kriminellen Aktivitäten beteiligten PolizistInnen steht vor allem die Nutzung der hierdurch gewonnenen Beweismittel im Fokus. Zu den Vergleichsthemen zählen auch die richterliche und staatsanwaltschaftliche Aufsicht über verdeckte Polizeiarbeit sowie die von Land zu Land unterschiedlichen Voraussetzungen für die Nutzung von Undercover-Taktiken. Im Anschluss an den Vortrag, der in deutscher Sprache gehalten wird, sollen die unterschiedlichen Praktiken mit dem Publikum diskutiert werden.

    Referent:
    Prof. Dr. Jacqueline Ross ist Prentice H. Marshall Professorin für Strafrecht und vergleichendes Strafprozessrecht an der University of Illinois, College of Law, sowie ehemalige Bundestaatsanwältin in Chicago. Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen zur vergleichenden Polizeiforschung zählt auch das demnächst bei  Cambridge University Press erscheinende Werk »Undercover Under Scrutiny: A Comparative Look at Covert Policing in the United States, Germany, Italy, and France«. Im Studienjahr 2017/18 war sie Fellow an der American Academy in Berlin.

    Donnerstag, 28. Juni 2018 um 17 Uhr

    HWR Campus Lichtenberg
    Alt Friedrichsfelde 60
    10315 Berlin,
    Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

    Diskussionen an Hochschulen für die Ausbildung von Sicherheitsberufen werden typischerweise aus zwei - zuweilen weit voneinander entfernt scheinenden - Perspektiven geführt: Der Perspektive des "Praktikers" und der Perspektive des "Theoretikers". Das ist nicht sehr sinnvoll, so Thomas Jäger, denn Theorie und Praxis stehen nicht im Widerspruch zueinander. Vielmehr seien sie aufeinander angewiesen.

    Wie Kurt Lewin so treffend formulierte: „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." Im FÖPS-Werkstattgespräch reflektiert Prof. Dr. Thomas Jäger die Reichweite sozialwissenschaftlicher Theorien für die Ausbildung sicherheitsrelevanter Berufe. Wir freuen uns auf eine spannende FÖPS-Diskussion mit Gästen aus Theorie und Praxis.

    Referent:
    Thomas Jäger ist Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik an der Universität zu Köln und Herausgeber der Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik (ZfAS).

    Donnerstag, 7. Juni 2018 um 17.00 Uhr

    HWR Berlin
    Campus Lichtenberg
    Alt Friedrichsfelde 60
    10315 Berlin
    Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

    Kaum eine Kriminalitätsform ist in der jüngeren Vergangenheit so häufig und intensiv in den Medien, der Öffentlichkeit und auch der Fachliteratur thematisiert worden wie die scheinbar weit verbreitete Korruption. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten u.a. die Strafverfahren gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff und „Ex-Formel 1-Chef“ Bernie Ecclestone, die Diskussionen um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften nach Russland und Katar, aber auch Fälle der sogenannten „petty corruption“ wie die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen eine Berliner Lehrerin wegen der Annahme eines Abschiedsgeschenks ihrer Schüler.

    Eine der Hauptursachen für die Entstehung von Korruption scheint das beharrliche Bestehen eines Wertesystems zu sein, das einer privatnützigen und materialistischen Maxime den rücksichtslosen Vorrang gegenüber der Orientierung des individuellen Verhaltens am Gemeinwohl einräumt.

    Doch welchen Beitrag können Strafvorschriften überhaupt leisten, um potentielle Täter abzuschrecken? Welche Möglichkeiten bieten die vielfältigen Präventionsmaßnahmen, die bisher mit sehr unterschiedlicher Konsequenz umgesetzt worden sind? Werden die Fundamente des demokratischen Rechtsstaates tatsächlich durch eine „Wachstumsbranche Korruption“ bedroht, oder handelt es sich dabei um ein übertriebenes Schreckensszenario?
    Auf diese und weitere Fragen versucht der Vortrag umfassend und kritisch praxisrelevante Antworten zu geben.

    Referent:
    Dr. Matthias Braasch ist Gastdozent für Kriminologie am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Korruptionsprävention, Compliance, Straf- und Maßregelvollzug sowie Dopingkriminalität.

    Donnerstag, 3. Mai 2018 um 17.00 Uhr

    HWR Berlin
    Campus Lichtenberg
    Alt Friedrichsfelde 60
    10315 Berlin
    Haus 6B, Raum 063 (ist ausgeschildert)

    In den letzten zehn Jahren hat in Europa eine Reihe gezielter Attentate stattgefunden (z.B. München 2016, Oslo 2011) deren definitorische Zuordnung die Gewaltforschung vor Probleme stellt, da bei diesen Taten die Grenzen zwischen Amokläufen und terroristischen Attentaten zu verschwimmen scheinen. Im Vortrag soll diese These auf der Grundlage empirischer Befunde diskutiert werden. Hierbei wird argumentiert, dass tatsächlich davon auszugehen ist, dass beide Phänomene schwerer Gewaltkriminalität Gemeinsamkeiten und Überlappungen zeigen, bei denen die kommunikative Bedeutung im Mittelpunkt steht.

    Auf der Grundlage einer qualitativ-mikrosoziologischen Untersuchung von Tatsituationen und Vorfeldentwicklung bei einer vollständigen Stichprobe deutscher Fälle gezielter Schulattentate („Schulamokläufe“) wird der Vortrag eine Typologie gezielter Attentaten vorstellen und die gesellschaftlichen Bedingungen problematisieren, die eine Verbreitung derartiger Gewaltphänomene ermöglichen.

    Referent:
    Prof. Dr. Vincenz Leuschner ist Professor Kriminologie und Soziologie am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Gewaltforschung (Amok, Terrorismus), der Viktimologie, der Erforschung sozialer Probleme, Entwicklungskriminologie, Kriminalprävention und Soziologie sozialer Beziehungen.

    Donnerstag, 19. April 2018 um 17 Uhr

    HWR Campus Lichtenberg
    Alt Friedrichsfelde 60
    10315 Berlin,
    Haus 6B, Raum 063 (ist ausgeschildert)

    Provokationen und Bedrohungen stellen soziale Situationen dar, mit denen Jugendliche oft überfordert sind: Von Ärger getriebene, impulsive Reaktionen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation von Gewalt. Eine Vermittlung von Fähigkeiten, die einen kompetenten Umgang mit Konflikten gewährleisten, stellt ein zentrales Element der Anti-Gewalt-Veranstaltungen (AGVen) der Polizei Berlin dar, die von Berliner Polizeibeamtinnen und –beamten, den so genannten Präventionsbeauftragten, seit den 90er Jahren an Berliner Schulen durchgeführt werden.

    Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Evaluation und Weiterentwicklung der AGVen der Polizei Berlin. Nach Darstellung zentraler Ergebnisse einer Wirksamkeits- und Prozessevaluation, die in den Jahren 2013 bis 2015 an der Freien Universität Berlin vorgenommen wurde, werden Maßnahmen zur Optimierung des Programms vorgestellt. Diese beinhalten neben strukturellen Verbesserungen, wie eine zukünftig stärkere Einbeziehung der Lehrkräfte, auch die Entwicklung von geeigneten Trainingsmaterialien. Letzteres beinhaltet insbesondere die Konzeption und Illustration von Bilderserien zum Abbau feindseliger Interpretationen in sozialen Situationen, die im Rahmen des Projekts „EMRAH“ im Jahr 2018 an der HWR Berlin realisiert wurden.

    Im Anschluss an den Vortrag sollen Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit von Schule, Polizei und Wissenschaft zur Prävention von Gewalt an Schulen gemeinsam diskutiert werden.

    Referentin:
    Prof. Dr. Janine Neuhaus ist Professorin für Psychologie und Forschungsmethoden an der HWR Berlin und Mitglied des FÖPS Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Themenbereichen Kriminalprävention, Jugendgewalt, Interventions- und Evaluationsforschung sowie der Genderforschung.

    Im Vortrag wird auf folgende Projekte Bezug genommen:

    • Projekt „Evaluation und Entwicklung der polizeilichen Gewaltpräventionsmaßnahmen an Berliner Schulen“ an der Freien Universität Berlin, Laufzeit: 07/2013-12/2015, gefördert durch das Landeskriminalamt Berlin; Projektleitung: Prof. Dr. Dieter Kleiber, Prof. Dr. Bettina Hannover; Operative Leitung: Dr. Janine Neuhaus.
    •  Projekt „Entwicklung von Materialien zur Reduktion feindseliger Attributionen bei Heranwachsenden“ (EMRAH) an der HWR Berlin, Laufzeit: 07/2018-31.12.2018, gefördert durch die Landeskommission-Berlin gegen Gewalt; Projektleitung: Prof. Dr. Janine Neuhaus, Studentischer Mitarbeiter (gPVD) Marcel Ahl

    Mittwoch, 7. Februar 2018 um 17.00 Uhr

    HWR Berlin
    Campus Lichtenberg
    Alt Friedrichsfelde 60
    10315 Berlin

    Haus 6B Raum 066 (ist ausgeschildert)

    Durch die NSA-Snowden-Affäre, die vielen Bürgern in Deutschland noch in guter Erinnerung geblieben ist, zeigte sich, dass die amerikanische National Security Agency (NSA), die britischen Government Communications Headquarters (GHCQ) und ihre Partnerdienste jede Form elektronischer Kommunikation überwachen wollen und dies auch umfangreich tun. Darüber hinaus ist auch die NSA-Strategie für die Jahre 2012-2016 bekannt geworden, aus der hervorgeht, dass die NSA Verschlüsselungssysteme brechen möchte. Auch die Europäische Union hat jüngst seine Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, verstärkt in Technologien zur Entschlüsselung digitaler Kommunikation zu investieren, um der „Cyberkriminalität“ gewachsen zu sein.

    Im Werkstattgespräch werden wir uns daher unter anderem um Antworten zu folgenden Fragen bemühen:

    • Wie ist die aktuelle Situation rund um die Ver- und Entschlüsselung zu bewerten?
    • Ist der Bürger hierbei Opfer staatlicher Willkür oder eher Beobachter von Bemühungen in Zeiten des „Cyberwar“ nicht als Verlierer dazustehen?
    • Sind die Entschlüsselungsbemühungen staatlicher Stellen ein wirksames Instrument gegen „Cybercrime“?
    • Sollten Privatpersonen mehr auf die sichere Verschlüsselung ihrer Nachrichten achten?
    • Ist es wichtig anonym im Internet zu navigieren?

    Referent:
    Prof. Dr. rer. nat. Rainer Rumpel ist Professor für Wirtschaftsinformatik am Fachbereich Duales Studium der HWR Berlin. Schwerpunkt seiner Lehrtätigkeiten sind IT-Infrastrukturen, IT-Management und Mathematik. Er forscht hauptsächlich auf dem Gebiet des Informationssicherheitsmanagements, ist aktives Mitglied im DIN-Normenausschuss IT-Sicherheitsverfahren und prüft Unternehmen im Auftrag anerkannter Zertifizierungsstellen.

    Mittwoch, 17. Januar 2018 um 16.30 Uhr

    HWR Campus Lichtenberg,
    Alt Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin
    Haus 6B und Raum 259 (ist ausgeschildert)
     
    Die Anzahl der Abschiebungen hat sich auch aufgrund politischer Vorgaben in den letzten Monaten bundesweit erhöht - Tendenz steigend. Bis ein vollziehbar ausreisepflichtiger Ausländer jedoch tatsächlich abgeschoben werden kann, vergeht meist eine beachtliche Zeit.

    Der Vortrag setzt sich mit der Abschiebung, als Maßnahme der Verwaltungsvollstreckung, auseinander. Neben der Betrachtung der notwendigen Abschiebungsvoraussetzungen und der Darlegung der Beteiligung der Landes- und Bundesbehörden, sollen auch die Rechte der abzuschiebenden Person gesondert besprochen werden.

    Referent:
    RA Dr. Martin Manzel ist Fachanwalt für Migrationsrecht und Lehrbeauftragter an der HHU Düsseldorf sowie als Mediator tätig.

    Gemeinsame  Veranstaltung mit dem Fachbereich 5 - Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin

    Mittwoch, 6. Dezember 2017, 18.00 Uhr
    HWR Campus Lichtenberg
    in Haus 6A Raum 008

    Demokratie, Freiheit und Sicherheit – diese Begriffe markieren das Forschungsfeld des Politikwissenschaftlers Hans-Gerd Jaschke. Schon vor seiner 1982 erschienenen Dissertationsschrift hatte er sich früh mit dem Thema Rechtsextremismus befasst, einem Gegenstand, zu dessen intimsten Kennern er bis heute zweifellos gerechnet werden kann. Sein Werk „Entstehung und Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik. Zur Tradition einer besonderen politischen Kultur“ ist als Standardwerk bis heute unerreicht. Später kamen andere Themen hinzu: seine Habilitation „Innere Sicherheit und streitbare Demokratie“ und Forschungen zur Polizeigeschichte und Polizeiwissenschaft.

    Programm des Colloquiums:

    Begrüßung:
    Prof. Dr. Anna Daun, stv. Direktorin, FOEPS Berlin

    Grußworte:
    Prof. Dr. Sabrina Schönrock, Dekanin, Fachbereich 5 der HWR
    Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der HWR

    Kurzvorträge:

    Die  säkulare und religiöse Rechte in Deutschland: Ähnlichkeiten und Unterschiede, Verflechtungen
    Prof. Dr. Ursula Birsl, Politikwissenschaftlerin, Professorin für Demokratieforschung mit den Schwerpunkten EU, Politische Systeme im europäischen Vergleich und Bundesrepublik Deutschland am Institut für Politikwissenschaft, Phillips Universität Marburg.

    Repression gegen Rechtsradikalismus und rechte Gewalt: Strategien und Wirkungen
    Prof. Dr. Michael Minkenberg, Politikwissenschaftler, Professor und Inhaber des Lehrstuhls für vergleichende Politikwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

    Rechtsextremismus als politische Praxis. Umrisse akteursorientierter Rechtsextremismusforschung
    Priv. Doz. Dr. Gideon Botsch, Politikwissenschaftler, Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus (EJGF) am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien – Universität Potsdam.

    Anschließend: Gelegenheit zu Nachfragen und Diskussion

    Schlussworte
    Prof. Dr. Christoph Kopke und Prof. Dr. Wolfgang Kühnel, Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

    Mittwoch, 29. November 2017 um 17.00 Uhr,
    HWR Campus Lichtenberg, Alt-Friedrichsfelde, 10315 Berlin,
    Haus 6 B, Raum 259 (ist ausgeschildert)
    Die Vortragssprache ist Englisch.
     
    Forensic psychology has a history of research impacting upon the real world. One key area that demonstrates this influence is investigative interviewing. This lecture will endeavour to outline some of the ways in which research has transformed how the police and other legal practitioners go about their everyday jobs. As investigative interviewing is at the heart of any investigation and thus is the root of achieving justice in society it is of the most important tools in an investigator’s tool-box. As a result, over the past twenty-five years, practitioners and researchers have sought, and in some countries have substantially succeeded in developing procedures that improve the quality of interviews with witnesses, victims and suspects of crime. This body of work has seen successful outcomes of the interplay between academic research and practical policing.
    This lecture will aim to outline the developments in this field and will examine the challenges that have faced researchers trying to find solutions to real world problems, such as:

    • How do we gather full and accurate information at the chaotic scene of a crime?
    • What are the best ways to interview vulnerable groups (e.g. people with ASD)?
    • How do we transfer training to the field?
    • Can all law enforcement personnel interview to a good ethical standard?

    Finally, the lecture will point to avenues for future research.

    Referentin:
    Prof. Becky Milne is a Professor of Forensic Psychology at the Institute of Criminal Justice Studies at the University of Portsmouth and Director of the Centre of Forensic Interviewing, an internationally recognised center of excellence for investigative interviewing.
    The main focus of her work over the past twenty years concerns the examination of police interviewing and investigation. Together with practioners, she has helped to develop procedures that improve the quality of witnesses, victims, and suspects of crime across a number of countries.  Becky was given an award for her outstanding achievement in the field of investigative interviewing by the Association of Chief Police Officers in 2009.

    For more information:
    www.port.ac.uk/institute-of-criminal-justice-studies/staff/professor-becky-milne

    Moderation:
    Prof. Dr. Birgitta Sticher ist Professorin für Psychologie und Führungslehre an der HWR Berlin und stv. Direktorin des FÖPS Berlin.

    Ihr in Deutschland bekanntestes Buch:
    Milne, Rebecca & Bull, Ray (2003): Psychologie der Vernehmung. Die Befragung von Tatverdächtigen, Zeugen und Opfern. Bern, Verlag Hand Huber

    Mittwoch, 8. November 2017 um 17.00 Uhr,
    HWR Campus Schöneberg, Badensche Str. 50-51, 10825 Berlin,
    Haus B und Raum 2.01 
     
    Die rechtliche Gleichstellung Homosexueller ist in Deutschland weitgehend erreicht. Jüngste Schritte waren die „Ehe für Alle“ und die Rehabilitierung und Entschädigung von nach § 175 StGB Verurteilten.  Zugleich registrieren Polizei, Verbände und andere Nichtregierungsorganisationen eine weiterhin hohe oder sogar steigende Zahl von Übergriffen auf Homosexuelle. Zwischen gesellschaftlicher Realität und politischem Anspruch besteht somit eine deutliche Diskrepanz, die auf ein Spannungsgeld verweist.

    In einer an der HWR Berlin durch Prof. Claudius Ohder und Dr. Helmut Tausendteufel durchgeführten und jüngst veröffentlichten Studie wurden homosexuellenfeindliche Straftaten mit dem Ziel untersucht, neue Ansatzpunkte für eine täterorientierte Präventionsansätze zu gewinnen. Es wurden u. a. Fälle ausgewertet und qualitative Experteninterviews geführt. Ein wichtiger Aspekt der Studie war die Untersuchung des Stellenwerts homophober Einstellungen bei den Straftätern. Des Weiteren wurden Situationen und Umstände herausgearbeitet, die homosexuellenfeindliche Straftaten  „begünstigen“.  Die Untersuchung wurde durch die Lotto Stiftung Berlin im Rahmen der  „MANEO Empowerment“ Kampagne gefördert.

    Die Veranstaltung soll nicht allein der Vorstellung der Ergebnisse der Studie dienen. Vielmehr soll sie auch den Austausch möglicher lokaler Präventionspartner fördern.

    Grußwort:
    Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht

    Referent:
    Prof. Dr. Claudius Ohder, Professor für Kriminologie an der HWR mit fachlichen Schwerpunkten  in den Bereichen Gewaltforschung, Kriminalprävention, Viktimologie,  Rechtsfolgenabschätzung und der städtische Sicherheit.

    Podium:

    • Anne Grießbach-Baerns, Ansprechpartnerin der Polizei Berlin für Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen beim LKA
    • Bastian Finke, Leiter von MANEO - Das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin
    • Uwe Berndt, Leiter des Polizeiabschnitts 41, Schöneberg Nord

    Moderation:
    Prof. Dr. Marc Coester ist Professor für Kriminologie an der HWR und Experte im Bereich „Hate Crime“