Veranstaltungsrückblick

Mittwoch, den 13.02.2019 um 17.00 Uhr

HWR Berlin
Campus Lichtenberg
Alt Friedrichsfelde 60
10315 Berlin

Haus 6 B Raum 065 (Erdgeschoss, ist ausgeschildert)

Sicherheit, so könnte man meinen, braucht keine Moral, weil sie selbst schon grundsätzlich moralisch ist – schließlich wollen alle in Sicherheit leben. Dem widerspricht eine Sicherheitsethik, die die Notwendigkeit, aber zugleich auch die Grenzen von Sicherheit aufzeigt und damit Sicherheit in ihren Ambivalenzen sieht.

Ethik ist eine Perspektive auf Sicherheit neben anderen Perspektiven. Aber sie ist eine entscheidende Perspektive, die Sicherheitshandeln in den Kontext moralischer Werte, Prinzipien und Normen stellt. Sicherheitshandlungen, -maßnahmen oder –techniken sind nicht einfach ‚neutral’. Sie haben Voraussetzungen und Auswirkungen, die auch ethisch reflektiert werden müssen, weil sie Fragen eines guten individuellen Lebens und einer guten Gesellschaft betreffen.

Der Vortrag befasst sich damit, welche Folgen unterschiedliche Verständnisse von Sicherheit haben, wie Formen der politischen, gesellschaftlichen persönlichen und technologischen Herstellung von Sicherheit zu verstehen und zu bewerten sind und welche Menschen in welcher Weise von welcher Herstellung von Sicherheit profitieren, eingeschränkt oder sogar beschädigt werden. Damit geht es um den Zusammenhang von Sicherheit und Freiheit, aber auch Sicherheit und Gerechtigkeit und darum, welcher Umgang mit Unsicherheiten angemessen sein kann.

Referentin

Dr. Regina Ammicht Quinn ist Professorin für Ethik und Sprecherin des Internationalen Zentrums für Ethik in den Wissenschaften der Universität Tübingen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sicherheitsethik, Ethik der Digitalisierung/Ethik Lernender Systeme, Kulturethik und ethische Fragen gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.

Dienstag den 6. November 2018 um 17.30 Uhr

HWR Campus  Lichtenberg
Alt Friedrichsfelde 6010315 Berlin
Haus 6B Raum 065 (Erdgeschoss)

Twitter, Facebook, Instagram, Youtube, Snapchat - auf allen gängigen Social Media Plattformen ist die Polizei präsent. Bundesweit soll es über 330 Profile geben, teilweise mit über 400.000 sog. Followern. Ganz vorne dabei die Polizei Berlin, deren Twitteraccount 417.000 Nutzer verfolgen.  Dies wollen wir zum Anlass nehmen, die Social Media Aktivitäten der Polizei etwas genauer zu betrachten und zu diskutieren. Was ist Sinn und Zweck der „Polizei 2.0“? Welche Ziele werden verfolgt und wie ist das Ganze organisiert? Schließlich soll auch die Frage aufgegriffen werden, auf welcher (verfassungs-)rechtlichen Grundlage die Aktivitäten erfolgen und wo ihre - mitunter noch ungeklärten - Grenzen verlaufen.

Referent/in
Yvonne Tamborini, Leiterin Social Media Management der Polizei Berlin
Prof. Dr. Jan Dirk Roggenkamp, Professor für Öffentliches Recht, HWR Berlin

Gemeinsame Tagung von Transparency Deutschland und FÖPS Berlin aus Anlass des fünfundzwanzigjährigen Bestehens von Transparency

Freitag 12. Oktober 2018 
von 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Campus Lichtenberg
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Audimax
Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin

Seit einem Vierteljahrhundert setzt sich Transparency Deutschland für eine wirkungsvolle Bekämpfung korrupter Praktiken und Strukturen in der Bundesrepublik ein. In dieser Zeit hat sich nicht nur die einschlägige Gesetzgebung geändert, auch das Bewusstsein für Korruption und Machtmissbrauch ist gestiegen. Aus diesem Anlass wollen Transparency Deutschland und das FÖPS Berlin eine konstruktiv-kritische Zwischenbilanz ziehen: Wissen wir mittlerweile wirklich mehr über die Ursachen, Formen und Auswirkungen von Korruption? Mit welchen Maßnahmen lässt sich Korruption tatsächlich effizient bekämpfen? Warum kommen bestimmte Reformen im Antikorruptionssektor zustande und andere nicht?

Die Tagung möchte Wissensbestände zusammentragen, aber auch vermeintliche Gewissheiten hinterfragen und einen Blick in die Zukunft von Korruptionsforschung und -bekämpfung werfen.

Dienstag den 9. Oktober 2018 um 17.00 h

HWR Campus Lichtenberg
Alt Friedrichsfelde 60
10315 Berlin,
Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

Im August 2018 endete das längste und teuerste Strafverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik, das je gegen Angehörigen der militanten extremen Rechten geführt wurde. Verhandelt wurden seit März 2013 die zehn Morde, zwei Sprengstoffattentate und fünfzehn Banküberfälle, die der rechten Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ zugeordnet werden konnten. Während des Prozesses, aber auch im Rahmen der zahlreichen parlamentarischen Untersuchungsausschüsse in Bund und einigen Ländern, wurden immer wieder vermeintliche und tatsächliche Fehler bei den polizeilichen Ermittlungen und im Vorgehen weiterer Sicherheitsbehörden thematisiert.

Wir nehmen das Prozessende zum Anlass, noch einmal über mögliche und bereits erfolgte Konsequenzen für die Polizei in Bund und in den Ländern zu diskutieren.

Podium
Dr. Irene Mihalic, MdB (Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sprecherin für Innenpolitik). Irene Mihalic, von Beruf Polizeibeamtin und studierte Kriminologin, war von November 2015 bis Juni 2017 Obfrau im zweiten NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages.

RA’in Antonia von der Behrens. Antonia von der Behrens vertrat im NSU-Prozess als Nebenklagevertreterin den jüngsten Sohn des am 4. April 2006 ermordeten Mehmet Kubasik. Sie ist u.a. Herausgeberin der Buchveröffentlichung: Kein Schlusswort. Nazi-Terror, Sicherheitsbehörden, Unterstützernetzwerk. Plädoyers im NSU-Prozess. Hamburg 2018.

N.N., Landeskriminalamt Berlin

Moderation
Professor Dr. Christoph Kopke, HWR Berlin. Christoph Kopke lehrt Politikwissenschaft und Zeitgeschichte am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement. Professor Kopke ist Mitglied des FOEPS.

Donnerstag, 26. Juli 2018 um 17 Uhr

HWR Campus Lichtenberg
Alt Friedrichsfelde 60
10315 Berlin,
Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

Dass sich Polizeiarbeit in europäischen bzw. westlichen Gesellschaften sehr unterschiedlich gestaltet, lässt sich dank der Analysen einer vergleichenden internationalen Polizeiwissenschaft gut belegen. Prof. Dr. Jacqueline Ross untersucht in dem Buchprojekt, das sie in ihrem Vortrag vorstellt, die Praxis der verdeckten Ermittlung. Der Vortrag analysiert und vergleicht die Regulierung verdeckter Polizeiarbeit in den USA, Italien, Deutschland  und Frankreich. Dabei sind die Kriterien für eine rechtsstaatliche Anwendung in den jeweiligen Ländern sehr unterschiedlich. Neben der Immunität der verdeckt an kriminellen Aktivitäten beteiligten PolizistInnen steht vor allem die Nutzung der hierdurch gewonnenen Beweismittel im Fokus. Zu den Vergleichsthemen zählen auch die richterliche und staatsanwaltschaftliche Aufsicht über verdeckte Polizeiarbeit sowie die von Land zu Land unterschiedlichen Voraussetzungen für die Nutzung von Undercover-Taktiken. Im Anschluss an den Vortrag, der in deutscher Sprache gehalten wird, sollen die unterschiedlichen Praktiken mit dem Publikum diskutiert werden.

Referent:
Prof. Dr. Jacqueline Ross ist Prentice H. Marshall Professorin für Strafrecht und vergleichendes Strafprozessrecht an der University of Illinois, College of Law, sowie ehemalige Bundestaatsanwältin in Chicago. Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen zur vergleichenden Polizeiforschung zählt auch das demnächst bei  Cambridge University Press erscheinende Werk »Undercover Under Scrutiny: A Comparative Look at Covert Policing in the United States, Germany, Italy, and France«. Im Studienjahr 2017/18 war sie Fellow an der American Academy in Berlin.

Donnerstag, 28. Juni 2018 um 17 Uhr

HWR Campus Lichtenberg
Alt Friedrichsfelde 60
10315 Berlin,
Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

Diskussionen an Hochschulen für die Ausbildung von Sicherheitsberufen werden typischerweise aus zwei - zuweilen weit voneinander entfernt scheinenden - Perspektiven geführt: Der Perspektive des "Praktikers" und der Perspektive des "Theoretikers". Das ist nicht sehr sinnvoll, so Thomas Jäger, denn Theorie und Praxis stehen nicht im Widerspruch zueinander. Vielmehr seien sie aufeinander angewiesen.

Wie Kurt Lewin so treffend formulierte: „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." Im FÖPS-Werkstattgespräch reflektiert Prof. Dr. Thomas Jäger die Reichweite sozialwissenschaftlicher Theorien für die Ausbildung sicherheitsrelevanter Berufe. Wir freuen uns auf eine spannende FÖPS-Diskussion mit Gästen aus Theorie und Praxis.

Referent:
Thomas Jäger ist Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik an der Universität zu Köln und Herausgeber der Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik (ZfAS).

Donnerstag, 7. Juni 2018 um 17.00 Uhr

HWR Berlin
Campus Lichtenberg
Alt Friedrichsfelde 60
10315 Berlin
Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

Kaum eine Kriminalitätsform ist in der jüngeren Vergangenheit so häufig und intensiv in den Medien, der Öffentlichkeit und auch der Fachliteratur thematisiert worden wie die scheinbar weit verbreitete Korruption. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten u.a. die Strafverfahren gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff und „Ex-Formel 1-Chef“ Bernie Ecclestone, die Diskussionen um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften nach Russland und Katar, aber auch Fälle der sogenannten „petty corruption“ wie die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen eine Berliner Lehrerin wegen der Annahme eines Abschiedsgeschenks ihrer Schüler.

Eine der Hauptursachen für die Entstehung von Korruption scheint das beharrliche Bestehen eines Wertesystems zu sein, das einer privatnützigen und materialistischen Maxime den rücksichtslosen Vorrang gegenüber der Orientierung des individuellen Verhaltens am Gemeinwohl einräumt.

Doch welchen Beitrag können Strafvorschriften überhaupt leisten, um potentielle Täter abzuschrecken? Welche Möglichkeiten bieten die vielfältigen Präventionsmaßnahmen, die bisher mit sehr unterschiedlicher Konsequenz umgesetzt worden sind? Werden die Fundamente des demokratischen Rechtsstaates tatsächlich durch eine „Wachstumsbranche Korruption“ bedroht, oder handelt es sich dabei um ein übertriebenes Schreckensszenario?
Auf diese und weitere Fragen versucht der Vortrag umfassend und kritisch praxisrelevante Antworten zu geben.

Referent:
Dr. Matthias Braasch ist Gastdozent für Kriminologie am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Korruptionsprävention, Compliance, Straf- und Maßregelvollzug sowie Dopingkriminalität.

Donnerstag, 3. Mai 2018 um 17.00 Uhr

HWR Berlin
Campus Lichtenberg
Alt Friedrichsfelde 60
10315 Berlin
Haus 6B, Raum 063 (ist ausgeschildert)

In den letzten zehn Jahren hat in Europa eine Reihe gezielter Attentate stattgefunden (z.B. München 2016, Oslo 2011) deren definitorische Zuordnung die Gewaltforschung vor Probleme stellt, da bei diesen Taten die Grenzen zwischen Amokläufen und terroristischen Attentaten zu verschwimmen scheinen. Im Vortrag soll diese These auf der Grundlage empirischer Befunde diskutiert werden. Hierbei wird argumentiert, dass tatsächlich davon auszugehen ist, dass beide Phänomene schwerer Gewaltkriminalität Gemeinsamkeiten und Überlappungen zeigen, bei denen die kommunikative Bedeutung im Mittelpunkt steht.

Auf der Grundlage einer qualitativ-mikrosoziologischen Untersuchung von Tatsituationen und Vorfeldentwicklung bei einer vollständigen Stichprobe deutscher Fälle gezielter Schulattentate („Schulamokläufe“) wird der Vortrag eine Typologie gezielter Attentaten vorstellen und die gesellschaftlichen Bedingungen problematisieren, die eine Verbreitung derartiger Gewaltphänomene ermöglichen.

Referent:
Prof. Dr. Vincenz Leuschner ist Professor Kriminologie und Soziologie am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Gewaltforschung (Amok, Terrorismus), der Viktimologie, der Erforschung sozialer Probleme, Entwicklungskriminologie, Kriminalprävention und Soziologie sozialer Beziehungen.

Donnerstag, 19. April 2018 um 17 Uhr

HWR Campus Lichtenberg
Alt Friedrichsfelde 60
10315 Berlin,
Haus 6B, Raum 063 (ist ausgeschildert)

Provokationen und Bedrohungen stellen soziale Situationen dar, mit denen Jugendliche oft überfordert sind: Von Ärger getriebene, impulsive Reaktionen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation von Gewalt. Eine Vermittlung von Fähigkeiten, die einen kompetenten Umgang mit Konflikten gewährleisten, stellt ein zentrales Element der Anti-Gewalt-Veranstaltungen (AGVen) der Polizei Berlin dar, die von Berliner Polizeibeamtinnen und –beamten, den so genannten Präventionsbeauftragten, seit den 90er Jahren an Berliner Schulen durchgeführt werden.

Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Evaluation und Weiterentwicklung der AGVen der Polizei Berlin. Nach Darstellung zentraler Ergebnisse einer Wirksamkeits- und Prozessevaluation, die in den Jahren 2013 bis 2015 an der Freien Universität Berlin vorgenommen wurde, werden Maßnahmen zur Optimierung des Programms vorgestellt. Diese beinhalten neben strukturellen Verbesserungen, wie eine zukünftig stärkere Einbeziehung der Lehrkräfte, auch die Entwicklung von geeigneten Trainingsmaterialien. Letzteres beinhaltet insbesondere die Konzeption und Illustration von Bilderserien zum Abbau feindseliger Interpretationen in sozialen Situationen, die im Rahmen des Projekts „EMRAH“ im Jahr 2018 an der HWR Berlin realisiert wurden.

Im Anschluss an den Vortrag sollen Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit von Schule, Polizei und Wissenschaft zur Prävention von Gewalt an Schulen gemeinsam diskutiert werden.

Referentin:
Prof. Dr. Janine Neuhaus ist Professorin für Psychologie und Forschungsmethoden an der HWR Berlin und Mitglied des FÖPS Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Themenbereichen Kriminalprävention, Jugendgewalt, Interventions- und Evaluationsforschung sowie der Genderforschung.

Im Vortrag wird auf folgende Projekte Bezug genommen:

  • Projekt „Evaluation und Entwicklung der polizeilichen Gewaltpräventionsmaßnahmen an Berliner Schulen“ an der Freien Universität Berlin, Laufzeit: 07/2013-12/2015, gefördert durch das Landeskriminalamt Berlin; Projektleitung: Prof. Dr. Dieter Kleiber, Prof. Dr. Bettina Hannover; Operative Leitung: Dr. Janine Neuhaus.
  •  Projekt „Entwicklung von Materialien zur Reduktion feindseliger Attributionen bei Heranwachsenden“ (EMRAH) an der HWR Berlin, Laufzeit: 07/2018-31.12.2018, gefördert durch die Landeskommission-Berlin gegen Gewalt; Projektleitung: Prof. Dr. Janine Neuhaus, Studentischer Mitarbeiter (gPVD) Marcel Ahl

Mittwoch, 7. Februar 2018 um 17.00 Uhr

HWR Berlin
Campus Lichtenberg
Alt Friedrichsfelde 60
10315 Berlin

Haus 6B Raum 066 (ist ausgeschildert)

Durch die NSA-Snowden-Affäre, die vielen Bürgern in Deutschland noch in guter Erinnerung geblieben ist, zeigte sich, dass die amerikanische National Security Agency (NSA), die britischen Government Communications Headquarters (GHCQ) und ihre Partnerdienste jede Form elektronischer Kommunikation überwachen wollen und dies auch umfangreich tun. Darüber hinaus ist auch die NSA-Strategie für die Jahre 2012-2016 bekannt geworden, aus der hervorgeht, dass die NSA Verschlüsselungssysteme brechen möchte. Auch die Europäische Union hat jüngst seine Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, verstärkt in Technologien zur Entschlüsselung digitaler Kommunikation zu investieren, um der „Cyberkriminalität“ gewachsen zu sein.

Im Werkstattgespräch werden wir uns daher unter anderem um Antworten zu folgenden Fragen bemühen:

  • Wie ist die aktuelle Situation rund um die Ver- und Entschlüsselung zu bewerten?
  • Ist der Bürger hierbei Opfer staatlicher Willkür oder eher Beobachter von Bemühungen in Zeiten des „Cyberwar“ nicht als Verlierer dazustehen?
  • Sind die Entschlüsselungsbemühungen staatlicher Stellen ein wirksames Instrument gegen „Cybercrime“?
  • Sollten Privatpersonen mehr auf die sichere Verschlüsselung ihrer Nachrichten achten?
  • Ist es wichtig anonym im Internet zu navigieren?

Referent:
Prof. Dr. rer. nat. Rainer Rumpel ist Professor für Wirtschaftsinformatik am Fachbereich Duales Studium der HWR Berlin. Schwerpunkt seiner Lehrtätigkeiten sind IT-Infrastrukturen, IT-Management und Mathematik. Er forscht hauptsächlich auf dem Gebiet des Informationssicherheitsmanagements, ist aktives Mitglied im DIN-Normenausschuss IT-Sicherheitsverfahren und prüft Unternehmen im Auftrag anerkannter Zertifizierungsstellen.

Mittwoch, 17. Januar 2018 um 16.30 Uhr

HWR Campus Lichtenberg,
Alt Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin
Haus 6B und Raum 259 (ist ausgeschildert)
 
Die Anzahl der Abschiebungen hat sich auch aufgrund politischer Vorgaben in den letzten Monaten bundesweit erhöht - Tendenz steigend. Bis ein vollziehbar ausreisepflichtiger Ausländer jedoch tatsächlich abgeschoben werden kann, vergeht meist eine beachtliche Zeit.

Der Vortrag setzt sich mit der Abschiebung, als Maßnahme der Verwaltungsvollstreckung, auseinander. Neben der Betrachtung der notwendigen Abschiebungsvoraussetzungen und der Darlegung der Beteiligung der Landes- und Bundesbehörden, sollen auch die Rechte der abzuschiebenden Person gesondert besprochen werden.

Referent:
RA Dr. Martin Manzel ist Fachanwalt für Migrationsrecht und Lehrbeauftragter an der HHU Düsseldorf sowie als Mediator tätig.

Gemeinsame  Veranstaltung mit dem Fachbereich 5 - Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin

Mittwoch, 6. Dezember 2017, 18.00 Uhr
HWR Campus Lichtenberg
in Haus 6A Raum 008

Demokratie, Freiheit und Sicherheit – diese Begriffe markieren das Forschungsfeld des Politikwissenschaftlers Hans-Gerd Jaschke. Schon vor seiner 1982 erschienenen Dissertationsschrift hatte er sich früh mit dem Thema Rechtsextremismus befasst, einem Gegenstand, zu dessen intimsten Kennern er bis heute zweifellos gerechnet werden kann. Sein Werk „Entstehung und Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik. Zur Tradition einer besonderen politischen Kultur“ ist als Standardwerk bis heute unerreicht. Später kamen andere Themen hinzu: seine Habilitation „Innere Sicherheit und streitbare Demokratie“ und Forschungen zur Polizeigeschichte und Polizeiwissenschaft.

Programm des Colloquiums:

Begrüßung:
Prof. Dr. Anna Daun, stv. Direktorin, FOEPS Berlin

Grußworte:
Prof. Dr. Sabrina Schönrock, Dekanin, Fachbereich 5 der HWR
Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der HWR

Kurzvorträge:

Die  säkulare und religiöse Rechte in Deutschland: Ähnlichkeiten und Unterschiede, Verflechtungen
Prof. Dr. Ursula Birsl, Politikwissenschaftlerin, Professorin für Demokratieforschung mit den Schwerpunkten EU, Politische Systeme im europäischen Vergleich und Bundesrepublik Deutschland am Institut für Politikwissenschaft, Phillips Universität Marburg.

Repression gegen Rechtsradikalismus und rechte Gewalt: Strategien und Wirkungen
Prof. Dr. Michael Minkenberg, Politikwissenschaftler, Professor und Inhaber des Lehrstuhls für vergleichende Politikwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

Rechtsextremismus als politische Praxis. Umrisse akteursorientierter Rechtsextremismusforschung
Priv. Doz. Dr. Gideon Botsch, Politikwissenschaftler, Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus (EJGF) am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien – Universität Potsdam.

Anschließend: Gelegenheit zu Nachfragen und Diskussion

Schlussworte
Prof. Dr. Christoph Kopke und Prof. Dr. Wolfgang Kühnel, Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

Mittwoch, 29. November 2017 um 17.00 Uhr,
HWR Campus Lichtenberg, Alt-Friedrichsfelde, 10315 Berlin,
Haus 6 B, Raum 259 (ist ausgeschildert)
Die Vortragssprache ist Englisch.
 
Forensic psychology has a history of research impacting upon the real world. One key area that demonstrates this influence is investigative interviewing. This lecture will endeavour to outline some of the ways in which research has transformed how the police and other legal practitioners go about their everyday jobs. As investigative interviewing is at the heart of any investigation and thus is the root of achieving justice in society it is of the most important tools in an investigator’s tool-box. As a result, over the past twenty-five years, practitioners and researchers have sought, and in some countries have substantially succeeded in developing procedures that improve the quality of interviews with witnesses, victims and suspects of crime. This body of work has seen successful outcomes of the interplay between academic research and practical policing.
This lecture will aim to outline the developments in this field and will examine the challenges that have faced researchers trying to find solutions to real world problems, such as:

  • How do we gather full and accurate information at the chaotic scene of a crime?
  • What are the best ways to interview vulnerable groups (e.g. people with ASD)?
  • How do we transfer training to the field?
  • Can all law enforcement personnel interview to a good ethical standard?

Finally, the lecture will point to avenues for future research.

Referentin:
Prof. Becky Milne is a Professor of Forensic Psychology at the Institute of Criminal Justice Studies at the University of Portsmouth and Director of the Centre of Forensic Interviewing, an internationally recognised center of excellence for investigative interviewing.
The main focus of her work over the past twenty years concerns the examination of police interviewing and investigation. Together with practioners, she has helped to develop procedures that improve the quality of witnesses, victims, and suspects of crime across a number of countries.  Becky was given an award for her outstanding achievement in the field of investigative interviewing by the Association of Chief Police Officers in 2009.

For more information:
www.port.ac.uk/institute-of-criminal-justice-studies/staff/professor-becky-milne

Moderation:
Prof. Dr. Birgitta Sticher ist Professorin für Psychologie und Führungslehre an der HWR Berlin und stv. Direktorin des FÖPS Berlin.

Ihr in Deutschland bekanntestes Buch:
Milne, Rebecca & Bull, Ray (2003): Psychologie der Vernehmung. Die Befragung von Tatverdächtigen, Zeugen und Opfern. Bern, Verlag Hand Huber

Mittwoch, 8. November 2017 um 17.00 Uhr,
HWR Campus Schöneberg, Badensche Str. 50-51, 10825 Berlin,
Haus B und Raum 2.01 
 
Die rechtliche Gleichstellung Homosexueller ist in Deutschland weitgehend erreicht. Jüngste Schritte waren die „Ehe für Alle“ und die Rehabilitierung und Entschädigung von nach § 175 StGB Verurteilten.  Zugleich registrieren Polizei, Verbände und andere Nichtregierungsorganisationen eine weiterhin hohe oder sogar steigende Zahl von Übergriffen auf Homosexuelle. Zwischen gesellschaftlicher Realität und politischem Anspruch besteht somit eine deutliche Diskrepanz, die auf ein Spannungsgeld verweist.

In einer an der HWR Berlin durch Prof. Claudius Ohder und Dr. Helmut Tausendteufel durchgeführten und jüngst veröffentlichten Studie wurden homosexuellenfeindliche Straftaten mit dem Ziel untersucht, neue Ansatzpunkte für eine täterorientierte Präventionsansätze zu gewinnen. Es wurden u. a. Fälle ausgewertet und qualitative Experteninterviews geführt. Ein wichtiger Aspekt der Studie war die Untersuchung des Stellenwerts homophober Einstellungen bei den Straftätern. Des Weiteren wurden Situationen und Umstände herausgearbeitet, die homosexuellenfeindliche Straftaten  „begünstigen“.  Die Untersuchung wurde durch die Lotto Stiftung Berlin im Rahmen der  „MANEO Empowerment“ Kampagne gefördert.

Die Veranstaltung soll nicht allein der Vorstellung der Ergebnisse der Studie dienen. Vielmehr soll sie auch den Austausch möglicher lokaler Präventionspartner fördern.

Grußwort:
Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht

Referent:
Prof. Dr. Claudius Ohder, Professor für Kriminologie an der HWR mit fachlichen Schwerpunkten  in den Bereichen Gewaltforschung, Kriminalprävention, Viktimologie,  Rechtsfolgenabschätzung und der städtische Sicherheit.

Podium:

  • Anne Grießbach-Baerns, Ansprechpartnerin der Polizei Berlin für Lesben, Schwule, Bisexuelle sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen beim LKA
  • Bastian Finke, Leiter von MANEO - Das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin
  • Uwe Berndt, Leiter des Polizeiabschnitts 41, Schöneberg Nord

Moderation:
Prof. Dr. Marc Coester ist Professor für Kriminologie an der HWR und Experte im Bereich „Hate Crime“