Aktuelle Veranstaltungen

FÖPS Werkstattgespräch (Hybrid):
„Das Ohr auf der Schiene“. Gewerbeüberwachung in Berlin zwischen Anspruch und Realität
mit Vincenz Leuschner und Sabrina Schönrock 

Dienstag, 7. Februar 2023 ab 17 Uhr 
Teilnahme vor Ort (HWR Berlin, Alt-Friedrichsfelde 60, Haus 6A, Raum 008) oder Online unter https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc   

In Berlin existiert – einmalig in Deutschland – bisher neben den klassischen Laufbahnen der Schutzpolizei und der Kriminalpolizei ein dritter polizeilicher Laufbahnzweig: der sog. Gewerbeaußendienst der Kriminalpolizei (GAD). Seine Mitarbeiter*innen überwachen die Gewerbebetriebe auf die Einhaltung der für gültigen Rechtsvorschriften und dürfen sie zu diesem Zweck anlasslos kontrollieren. Allerdings wurden schon seit Jahren keine Mitarbeiter*innen des GAD mehr in diesem Laufbahnzweig ernannt. Auch die strukturelle Anbindung an die Kriminalpolizei wird heute hinterfragt, da die derzeitige Organisation für eine umfassende, effektive Gewerbeüberwachung kaum mehr geeignet scheint. Vor diesem Hintergrund untersuchte das Forschungsprojekt die Frage, wie die Struktur und Praxis des Gewerbeaußendienstes in Berlin weiterentwickelt werden sollten, um eine effektive und qualitativ hochwertige Aufgabenerfüllung zu gewährleisten. 

Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden beim Werkstattgespräch mit den Vertreter*innen der beteiligten Institutionen (Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie, Betriebe; Senatsverwaltung für Inneres, Digitalisierung und Sport sowie dem LKA Berlin, Abteilung 3) diskutiert. 

Prof. Dr. Vincenz Leuschner ist Professor für Kriminologie und Soziologie an der HWR Berlin. Prof. Dr. Sabrina Schönrock ist Professorin für Öffentliches Recht, insbesondere Grund- und Menschenrechte sowie Besonderes Verwaltungsrecht an der HWR Berlin sowie Mitglied des Berliner Verfassungsgerichtshofes. 

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie als Zuhörer:in begrüßen dürfen und Sie sich an der anschließenden Diskussion beteiligen. Eine Teilnahme ist entweder Online (ohne Voranmeldung) oder vor Ort in Präsenz möglich. 
Eine Veranstaltung des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin) der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR Berlin).

Teilnahme vor Ort

Die Veranstaltung findet am Campus Lichtenberg der HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 in Haus 6A Raum 008 (Erdgeschoss) statt. Sie können an diesem Werkstattgespräch gern vor Ort teilnehmen. Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie vorab um eine formlose Anmeldung per eMail an foeps-office@hwr-berlin.de. 

Sie erreichen uns am besten über folgende ÖPNV-Verbindungen: Bus 108/194 (Bildungs- und Verwaltungszentrum), Bus 192 (Alt-Friedrichsfelde), U5 (Friedrichsfelde), S5/S7/S75 (Friedrichsfelde Ost) und Tram-Linien M17 / 27 (Alt-Friedrichsfelde / Rhinstraße).

Teilnahme Online

Die Veranstaltung wird über den BigBlueButton-Videokonferenzserver der HWR Berlin übertragen. Sie können daran über folgenden Link teilnehmen: meet.hwr-berlin.de/b/lud-xgk-tyc. Für die Online-Teilnahme brauchen Sie sich nicht anmelden, es werden auch keine Login-Daten benötigt. Der Meetingraum wird 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Um sich im Chat / an der Diskussion beteiligen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Link über Google Chrome oder Microsoft Edge aufzurufen – bei anderen Browsern kann es u.U. zu Einschränkungen kommen. 


FÖPS Fachtagung (Hybrid)
„20 Jahre Diskurs zu rechtsmotivierten Tötungsdelikten“
Dienstag, 28. März 2023   9.30 – 17.00 Uhr

Teilnahme vor Ort (HWR, Alt-Friedrichsfelde 60 – Haus 6b/Raum 259, 10315 Berlin) oder Online unter https://meet.hwr-berlin.de/b/lud-bcy-cvn-uv8  

Über das Ausmaß fremdenfeindlicher, rassistischer und rechtsextremer Gewalt in der Bundesrepublik wird seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Besonders standen und stehen hier die Tötungsdelikte im Fokus. Im September 2001 publizierten namhafte Journalist*innen erstmals eine von ihnen recherchierte Liste rechter Tötungsdelikte. Sie benannte damals 93 Opfer – gegenüber den bis dato 26 von der Polizei registrierten Toten. Bis heute wird auf der Grundlage dieser regelmäßig aktualisierten Daten über die Differenz zwischen polizeilichen und zivilgesellschaftlichen Opferzahlen kontrovers debattiert, in fünf Bundesländern wurden bzw. werden die nach 1990 erfassten Tötungsdelikte retrospektiv neu gesichtet und bewertet. Damit existiert inzwischen eine sozialwissenschaftlich-kriminologische Expertise. Die Fachtagung des FÖPS Berlin zieht eine Zwischenbilanz dieser Debatten und will die Perspektiven künftiger Forschung aufzeigen. Dabei werden u.a. folgende Themen behandelt: 

  • Konzepte von politischer Gewaltkriminalität im historischen Vergleich
  • Ergebnisse der vorliegenden wissenschaftlichen Reklassifikationen von Tötungsdelikten und methodische Ansätze
  • Öffentliche Kontroversen um die Differenz zwischen zivilgesellschaftlicher und polizeilicher Klassifikation 
  • Justizielle Bearbeitung der Tötungsdelikte: Welche Rolle spielt die Rechtsprechung bei der Beurteilung rechter Gewalt?

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie als Teilnehmer*in begrüßen dürfen und Sie sich an den Diskussionen beteiligen. Die Tagung findet im Hybrid-Format statt: Sie können daran vor Ort oder Online teilnehmen (beides mit Voranmeldung, Einzelheiten s.u.). 
Eine Veranstaltung des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin) der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR Berlin).

Programm

09:30    Begrüßung: Christoph Kopke
09:45    Vincenz Leuschner: Der Diskurs zu rechtsmotivierten Tötungsdelikten 
10:05    Susanne Willems: Die Erfassung politisch motivierter Kriminalität in historischer Perspektive 
10.25    Fragen und Diskussion

10:45    Kaffeepause

11:10    Walter Fuchs: Der Diskurs zu rechtsmotivierten Tötungsdelikten – eine deutsche Debatte?
11:30    Marc Coester und Helmut Tausendteufel: Pro und Contra zur Untersuchung rechtsmotivierter Tötungsdelikte
12:00    Fragen und Diskussion

12:20    Mittagspause

13:20    Felix Lange: Die Perspektive der Wissenschaft: Die bislang durchgeführten Studien zur Klassifikation rechtsmotivierter Tötungsdelikte im Überblick. 
13:40    Dirk Spengler, Anke Henke: Die Perspektive des polizeilichen Staatsschutzes
14:00    Fragen und Diskussion

14:20    Kaffeepause

14:50    Heike Kleffner: Die journalistische und zivilgesellschaftliche Perspektive 
15:10    Kati Lang: Die juristische Perspektive
15:30    Fragen und Diskussion
15:45    Abschlussdiskussion
16:45    Verabschiedung 

Moderation: Michael Kohlstruck


Anmeldung 
Wir bitten um eine formlose Anmeldung bis zum 20. März 2023 per eMail an foeps-office(at)hwr-berlin.de

Teilnahme vor Ort
Die Veranstaltung findet am Campus Lichtenberg der HWR Berlin, Alt Friedrichsfelde 60 in Haus 6B – Raum 259 (2. Obergeschoss) statt. Sie können an diesem Werkstattgespräch gern vor Ort teilnehmen. Da die vor Ort verfügbaren Plätze begrenzt sind, bitte wir Sie vorab um eine Anmeldung. Sofern die verfügbaren Plätze ausgeschöpft sind, behalten wir uns eine Schließung der Anmeldeliste für die Präsenzteilnahme vor.
Sie erreichen uns am besten über folgende ÖPNV-Verbindungen: Bus 108/194 (Bildungs- und Verwaltungszentrum), Bus 192 (Alt-Friedrichsfelde), U5 (Friedrichsfelde), S5/S7/S75 (Friedrichsfelde Ost) und Tram-Linien M17 / 27 (Alt-Friedrichsfelde / Rhinstraße).

Teilnahme Online
Die Veranstaltung wird über den BigBlueButton-Videokonferenzserver der HWR Berlin unter der URL meet.hwr-berlin.de/b/lud-bcy-cvn-uv8 übertragen. Für die Online-Teilnahme benötigen Sie einen Zugangscode, den Sie nach der Anmeldung von uns erhalten. Der Meetingraum wird 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Um sich im Chat / an der Diskussion beteiligen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Link über Google Chrome oder Microsoft Edge aufzurufen – bei anderen Browsern kann es u.U. zu Einschränkungen kommen. 

Die FÖPS-Werkstattgespräche werden im Sommersemester 2023 fortgesetzt. Die nächsten Termine sind:

25. April, 9. Mai, 6. Juni und 4. Juli 2023
jeweils dienstags 17-19 Uhr

Falls Sie über neue Termine / Ankündigungen gern per Mail informiert werden möchten, können Sie sich in unseren Newsletter eintragen lassen - schreiben Sie dazu bitte an eine Nachricht an foeps-office(at)hwr-berlin.de.