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Vergangene Veranstaltungen

Dies sind die die durchgeführten Veranstaltungen des vorangegangen Semesters:

Chancen und Risiken von Verschlüsselung und Entschlüsselung für den Staat und den Bürger

Mittwoch, 7. Februar 2018 um 17.00 Uhr

 

HWR Berlin

Campus Lichtenberg

Alt Friedrichsfelde 60

10315 Berlin

Haus 6B Raum 066 (ist ausgeschildert)

 

Durch die NSA-Snowden-Affäre, die vielen Bürgern in Deutschland noch in guter Erinnerung geblieben ist, zeigte sich, dass die amerikanische National Security Agency (NSA), die britischen Government Communications Headquarters (GHCQ) und ihre Partnerdienste jede Form elektronischer Kommunikation überwachen wollen und dies auch umfangreich tun. Darüber hinaus ist auch die NSA-Strategie für die Jahre 2012-2016 bekannt geworden, aus der hervorgeht, dass die NSA Verschlüsselungssysteme brechen möchte. Auch die Europäische Union hat jüngst seine Mitgliedstaaten dazu aufgerufen, verstärkt in Technologien zur Entschlüsselung digitaler Kommunikation zu investieren, um der „Cyberkriminalität“ gewachsen zu sein.

 

Im Werkstattgespräch werden wir uns daher unter anderem um Antworten zu folgenden Fragen bemühen:

  • Wie ist die aktuelle Situation rund um die Ver- und Entschlüsselung zu bewerten?
  • Ist der Bürger hierbei Opfer staatlicher Willkür oder eher Beobachter von Bemühungen in Zeiten des „Cyberwar“ nicht als Verlierer dazustehen?
  • Sind die Entschlüsselungsbemühungen staatlicher Stellen ein wirksames Instrument gegen „Cybercrime“?
  • Sollten Privatpersonen mehr auf die sichere Verschlüsselung ihrer Nachrichten achten?
  • Ist es wichtig anonym im Internet zu navigieren?

 

Referent:

Prof. Dr. rer. nat. Rainer Rumpel ist Professor für Wirtschaftsinformatik am Fachbereich Duales Studium der HWR Berlin. Schwerpunkt seiner Lehrtätigkeiten sind IT-Infrastrukturen, IT-Management und Mathematik. Er forscht hauptsächlich auf dem Gebiet des Informationssicherheitsmanagements, ist aktives Mitglied im DIN-Normenausschuss IT-Sicherheitsverfahren und prüft Unternehmen im Auftrag anerkannter Zertifizierungsstellen.

 

 


Die Abschiebung – Durchsetzung der Ausreisepflicht

Mittwoch, 17. Januar 2018 um 16.30 Uhr

HWR Campus Lichtenberg,
Alt Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin
Haus 6B und Raum 259 (ist ausgeschildert)
 
Die Anzahl der Abschiebungen hat sich auch aufgrund politischer Vorgaben in den letzten Monaten bundesweit erhöht - Tendenz steigend. Bis ein vollziehbar ausreisepflichtiger Ausländer jedoch tatsächlich abgeschoben werden kann, vergeht meist eine beachtliche Zeit.

Der Vortrag setzt sich mit der Abschiebung, als Maßnahme der Verwaltungsvollstreckung, auseinander. Neben der Betrachtung der notwendigen Abschiebungsvoraussetzungen und der Darlegung der Beteiligung der Landes- und Bundesbehörden, sollen auch die Rechte der abzuschiebenden Person gesondert besprochen werden.

Referent:
RA Dr. Martin Manzel ist Fachanwalt für Migrationsrecht und Lehrbeauftragter an der HHU Düsseldorf sowie als Mediator tätig.



Demokratie - Freiheit – Sicherheit - Wissenschaftliches Colloquium anlässlich des 65. Geburtstages des Politikwissenschaftlers Hans-Gerd Jaschke

Gemeinsame  Veranstaltung mit dem Fachbereich 5 - Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin

Mittwoch, 6. Dezember 2017, 18.00 Uhr

HWR Campus Lichtenberg

in Haus 6A Raum 008

 

Demokratie, Freiheit und Sicherheit – diese Begriffe markieren das Forschungsfeld des Politikwissenschaftlers Hans-Gerd Jaschke. Schon vor seiner 1982 erschienenen Dissertationsschrift hatte er sich früh mit dem Thema Rechtsextremismus befasst, einem Gegenstand, zu dessen intimsten Kennern er bis heute zweifellos gerechnet werden kann. Sein Werk „Entstehung und Entwicklung des Rechtsextremismus in der Bundesrepublik. Zur Tradition einer besonderen politischen Kultur“ ist als Standardwerk bis heute unerreicht. Später kamen andere Themen hinzu: seine Habilitation „Innere Sicherheit und streitbare Demokratie“ und Forschungen zur Polizeigeschichte und Polizeiwissenschaft.

 

Programm des Colloquiums:

Beginn der Veranstaltung um 18.00
Begrüßung:

Prof. Dr. Anna Daun, stv. Direktorin, FOEPS Berlin

Grußworte:

Prof. Dr. Sabrina Schönrock, Dekanin, Fachbereich 5 der HWR

Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der HWR

Kurzvorträge:

Die  säkulare und religiöse Rechte in Deutschland: Ähnlichkeiten und Unterschiede, Verflechtungen

Prof. Dr. Ursula Birsl, Politikwissenschaftlerin, Professorin für Demokratieforschung mit den Schwerpunkten EU, Politische Systeme im europäischen Vergleich und Bundesrepublik Deutschland am Institut für Politikwissenschaft, Phillips Universität Marburg.

Repression gegen Rechtsradikalismus und rechte Gewalt: Strategien und Wirkungen

Prof. Dr. Michael Minkenberg, Politikwissenschaftler, Professor und Inhaber des Lehrstuhls für vergleichende Politikwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

Rechtsextremismus als politische Praxis. Umrisse akteursorientierter Rechtsextremismusforschung

Priv. Doz. Dr. Gideon Botsch, Politikwissenschaftler, Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus (EJGF) am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien – Universität Potsdam.

Anschließend: Gelegenheit zu Nachfragen und Diskussion

Schlussworte

Prof. Dr. Christoph Kopke und Prof. Dr. Wolfgang Kühnel, Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

Anschließend: come together, Brezel&Wein

 

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 21. November an
foeps-office@hwr-berlin.de


Investigative Interviewing - from theory to practice. „Let them be heard: enabling communication and recall of forensic interviewees“

Mittwoch, 29. November 2017 um 17.00 Uhr,
HWR Campus Lichtenberg, Alt-Friedrichsfelde, 10315 Berlin,
Haus 6 B, Raum 259 (ist ausgeschildert)
Die Vortragssprache ist Englisch.
 
Forensic psychology has a history of research impacting upon the real world. One key area that demonstrates this influence is investigative interviewing. This lecture will endeavour to outline some of the ways in which research has transformed how the police and other legal practitioners go about their everyday jobs. As investigative interviewing is at the heart of any investigation and thus is the root of achieving justice in society it is of the most important tools in an investigator’s tool-box. As a result, over the past twenty-five years, practitioners and researchers have sought, and in some countries have substantially succeeded in developing procedures that improve the quality of interviews with witnesses, victims and suspects of crime. This body of work has seen successful outcomes of the interplay between academic research and practical policing.
This lecture will aim to outline the developments in this field and will examine the challenges that have faced researchers trying to find solutions to real world problems, such as:

  • How do we gather full and accurate information at the chaotic scene of a crime?
  • What are the best ways to interview vulnerable groups (e.g. people with ASD)?
  •  How do we transfer training to the field?
  • Can all law enforcement personnel interview to a good ethical standard?

Finally, the lecture will point to avenues for future research.

Referentin:
Prof. Becky Milne is a Professor of Forensic Psychology at the Institute of Criminal Justice Studies at the University of Portsmouth and Director of the Centre of Forensic Interviewing, an internationally recognised center of excellence for investigative interviewing.
The main focus of her work over the past twenty years concerns the examination of police interviewing and investigation. Together with practioners, she has helped to develop procedures that improve the quality of witnesses, victims, and suspects of crime across a number of countries.  Becky was given an award for her outstanding achievement in the field of investigative interviewing by the Association of Chief Police Officers in 2009.

For more information:
www.port.ac.uk/institute-of-criminal-justice-studies/staff/professor-becky-milne

Moderation:
Prof. Dr. Birgitta Sticher ist Professorin für Psychologie und Führungslehre an der HWR Berlin und stv. Direktorin des FÖPS Berlin.

Ihr in Deutschland bekanntestes Buch:
Milne, Rebecca & Bull, Ray (2003): Psychologie der Vernehmung. Die Befragung von Tatverdächtigen, Zeugen und Opfern. Bern, Verlag Hand Huber.



Homophobe Gewalt – Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Präventionsorientierte Analyse von Gewaltdelikten gegen homosexuelle Männer“

Mittwoch, 8. November 2017 um 17.00 Uhr,
HWR Campus Schöneberg, Badensche Str. 50-51, 10825 Berlin,
Haus B und Raum 2.01 (ist ausgeschildert, Anreise)
 
Die rechtliche Gleichstellung Homosexueller ist in Deutschland weitgehend erreicht. Jüngste Schritte waren die „Ehe für Alle“ und die Rehabilitierung und Entschädigung von nach § 175 StGB Verurteilten.  Zugleich registrieren Polizei, Verbände und andere Nichtregierungsorganisationen eine weiterhin hohe oder sogar steigende Zahl von Übergriffen auf Homosexuelle. Zwischen gesellschaftlicher Realität und politischem Anspruch besteht somit eine deutliche Diskrepanz, die auf ein Spannungsgeld verweist.

In einer an der HWR Berlin durch Prof. Claudius Ohder und Dr. Helmut Tausendteufel durchgeführten und jüngst veröffentlichten Studie wurden homosexuellenfeindliche Straftaten mit dem Ziel untersucht, neue Ansatzpunkte für eine täterorientierte Präventionsansätze zu gewinnen. Es wurden u. a. Fälle ausgewertet und qualitative Experteninterviews geführt. Ein wichtiger Aspekt der Studie war die Untersuchung des Stellenwerts homophober Einstellungen bei den Straftätern. Des Weiteren wurden Situationen und Umstände herausgearbeitet, die homosexuellenfeindliche Straftaten  „begünstigen“.  Die Untersuchung wurde durch die Lotto Stiftung Berlin im Rahmen der  „MANEO Empowerment“ Kampagne gefördert.

Die Veranstaltung soll nicht allein der Vorstellung der Ergebnisse der Studie dienen. Vielmehr soll sie auch den Austausch möglicher lokaler Präventionspartner fördern.

Grußwort:
Prof. Dr. Andreas Zaby, Präsident der Hochschule für Wirtschaft und Recht

Referent:
Prof. Dr. Claudius Ohder, Professor für Kriminologie an der HWR mit fachlichen Schwerpunkten  in den Bereichen Gewaltforschung, Kriminalprävention, Viktimologie,  Rechtsfolgenabschätzung und der städtische Sicherheit.

Podium:
Anne Grießbach-Baerns, Ansprechpartnerin der Polizei Berlin für Lesben, Schwule, Bisexuelle
sowie trans- und intergeschlechtliche Menschen beim LKA
Bastian Finke, Leiter von MANEO - Das schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin
Uwe Berndt, Leiter des Polizeiabschnitts 41, Schöneberg Nord

Moderation:
Prof. Dr. Marc Coester ist Professor für Kriminologie an der HWR und Experte im Bereich „Hate Crime“