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Veranstaltungen

Das FÖPS Berlin veranstaltet regelmäßig Werkstattgespräche und (inter)nationale Tagungen zu unterschiedlichen Themen der öffentlichen und privaten Sicherheit. Insbesondere der Austausch von Wissenschaft und Praxis steht hierbei im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Sollten Sie Interesse an der Teilnahme an einer der Veranstaltungen haben, melden Sie sich gerne bezugnehmend auf den Veranstaltungstitel unter foeps-office(at)hwr-berlin.de für die Veranstaltung an.

 


Folgende Termine sind im Wintersemester 2018/19 geplant:

 
9. Oktober 2018
6. November 2018
8. Januar 2019
13. Februar 2019


Entwicklungen in Korruptionsforschung und Korruptionsbekämpfung

Gemeinsame Tagung von Transparency Deutschland und FÖPS Berlin aus Anlass des fünfundzwanzigjährigen Bestehens von Transparency

 

Freitag 12. Oktober 2018 

von 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Campus Lichtenberg
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Audimax
Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin

 

Seit einem Vierteljahrhundert setzt sich Transparency Deutschland für eine wirkungsvolle Bekämpfung korrupter Praktiken und Strukturen in der Bundesrepublik ein. In dieser Zeit hat sich nicht nur die einschlägige Gesetzgebung geändert, auch das Bewusstsein für Korruption und Machtmissbrauch ist gestiegen. Aus diesem Anlass wollen Transparency Deutschland und das FÖPS Berlin eine konstruktiv-kritische Zwischenbilanz ziehen: Wissen wir mittlerweile wirklich mehr über die Ursachen, Formen und Auswirkungen von Korruption? Mit welchen Maßnahmen lässt sich Korruption tatsächlich effizient bekämpfen? Warum kommen bestimmte Reformen im Antikorruptionssektor zustande und andere nicht?

 

Die Tagung möchte Wissensbestände zusammentragen, aber auch vermeintliche Gewissheiten hinterfragen und einen Blick in die Zukunft von Korruptionsforschung und -bekämpfung werfen.

 

Mehr Informationen zum Tagungsprogramm und das Begleitheft können Sie  gerne herunterladen.


Nach dem NSU-Prozess –Konsequenzen und Schlussfolgerungen für die Polizei

Dienstag den 9. Oktober 2018 um 17.00 h

 

HWR Campus Lichtenberg

Alt Friedrichsfelde 60

10315 Berlin,

Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

 

Im August 2018 endete das längste und teuerste Strafverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik, das je gegen Angehörigen der militanten extremen Rechten geführt wurde. Verhandelt wurden seit März 2013 die zehn Morde, zwei Sprengstoffattentate und fünfzehn Banküberfälle, die der rechten Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ zugeordnet werden konnten. Während des Prozesses, aber auch im Rahmen der zahlreichen parlamentarischen Untersuchungsausschüsse in Bund und einigen Ländern, wurden immer wieder vermeintliche und tatsächliche Fehler bei den polizeilichen Ermittlungen und im Vorgehen weiterer Sicherheitsbehörden thematisiert.

 

Wir nehmen das Prozessende zum Anlass, noch einmal über mögliche und bereits erfolgte Konsequenzen für die Polizei in Bund und in den Ländern zu diskutieren.

Podium
Dr. Irene Mihalic, MdB (Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sprecherin für Innenpolitik). Irene Mihalic, von Beruf Polizeibeamtin und studierte Kriminologin, war von November 2015 bis Juni 2017 Obfrau im zweiten NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages.


RA’in Antonia von der Behrens. Antonia von der Behrens vertrat im NSU-Prozess als Nebenklagevertreterin den jüngsten Sohn des am 4. April 2006 ermordeten Mehmet Kubasik. Sie ist u.a. Herausgeberin der Buchveröffentlichung: Kein Schlusswort. Nazi-Terror, Sicherheitsbehörden, Unterstützernetzwerk. Plädoyers im NSU-Prozess. Hamburg 2018.

 

N.N., Landeskriminalamt Berlin

Moderation
Professor Dr. Christoph Kopke, HWR Berlin. Christoph Kopke lehrt Politikwissenschaft und Zeitgeschichte am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement. Professor Kopke ist Mitglied des FOEPS.


Verdeckte Polizeiarbeit in den USA, Deutschland, Frankreich und Italien – ein Vergleich

Donnerstag, 26. Juli 2018 um 17 Uhr

 

HWR Campus Lichtenberg

Alt Friedrichsfelde 60

10315 Berlin,

Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

 

Dass sich Polizeiarbeit in europäischen bzw. westlichen Gesellschaften sehr unterschiedlich gestaltet, lässt sich dank der Analysen einer vergleichenden internationalen Polizeiwissenschaft gut belegen. Prof. Dr. Jacqueline Ross untersucht in dem Buchprojekt, das sie in ihrem Vortrag vorstellt, die Praxis der verdeckten Ermittlung. Der Vortrag analysiert und vergleicht die Regulierung verdeckter Polizeiarbeit in den USA, Italien, Deutschland  und Frankreich. Dabei sind die Kriterien für eine rechtsstaatliche Anwendung in den jeweiligen Ländern sehr unterschiedlich. Neben der Immunität der verdeckt an kriminellen Aktivitäten beteiligten PolizistInnen steht vor allem die Nutzung der hierdurch gewonnenen Beweismittel im Fokus. Zu den Vergleichsthemen zählen auch die richterliche und staatsanwaltschaftliche Aufsicht über verdeckte Polizeiarbeit sowie die von Land zu Land unterschiedlichen Voraussetzungen für die Nutzung von Undercover-Taktiken. Im Anschluss an den Vortrag, der in deutscher Sprache gehalten wird, sollen die unterschiedlichen Praktiken mit dem Publikum diskutiert werden.


Referent:
Prof. Dr. Jacqueline Ross ist Prentice H. Marshall Professorin für Strafrecht und vergleichendes Strafprozessrecht an der University of Illinois, College of Law, sowie ehemalige Bundestaatsanwältin in Chicago. Zu ihren zahlreichen Veröffentlichungen zur vergleichenden Polizeiforschung zählt auch das demnächst bei  Cambridge University Press erscheinende Werk »Undercover Under Scrutiny: A Comparative Look at Covert Policing in the United States, Germany, Italy, and France«. Im Studienjahr 2017/18 war sie Fellow an der American Academy in Berlin.


Studium für die Polizei - Im Spannungsfeld zwischen Theorie und Praxis

Donnerstag, 28. Juni 2018 um 17 Uhr

 

HWR Campus Lichtenberg

Alt Friedrichsfelde 60

10315 Berlin,

Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

 

Diskussionen an Hochschulen für die Ausbildung von Sicherheitsberufen werden typischerweise aus zwei - zuweilen weit voneinander entfernt scheinenden - Perspektiven geführt: Der Perspektive des "Praktikers" und der Perspektive des "Theoretikers". Das ist nicht sehr sinnvoll, so Thomas Jäger, denn Theorie und Praxis stehen nicht im Widerspruch zueinander. Vielmehr seien sie aufeinander angewiesen.


Wie Kurt Lewin so treffend formulierte: „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie." Im FÖPS-Werkstattgespräch reflektiert Prof. Dr. Thomas Jäger die Reichweite sozialwissenschaftlicher Theorien für die Ausbildung sicherheitsrelevanter Berufe. Wir freuen uns auf eine spannende FÖPS-Diskussion mit Gästen aus Theorie und Praxis.


Referent:
Thomas Jäger ist Inhaber des Lehrstuhls für Internationale Politik an der Universität zu Köln und Herausgeber der Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik (ZfAS).


Korruption in Deutschland und die Möglichkeiten ihrer Bekämpfung

Donnerstag, 7. Juni 2018 um 17.00 Uhr

 

HWR Berlin

Campus Lichtenberg

Alt Friedrichsfelde 60

10315 Berlin

Haus 6B, Raum 065 (ist ausgeschildert)

 

Kaum eine Kriminalitätsform ist in der jüngeren Vergangenheit so häufig und intensiv in den Medien, der Öffentlichkeit und auch der Fachliteratur thematisiert worden wie die scheinbar weit verbreitete Korruption. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten u.a. die Strafverfahren gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff und „Ex-Formel 1-Chef“ Bernie Ecclestone, die Diskussionen um die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften nach Russland und Katar, aber auch Fälle der sogenannten „petty corruption“ wie die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen eine Berliner Lehrerin wegen der Annahme eines Abschiedsgeschenks ihrer Schüler.

 

Eine der Hauptursachen für die Entstehung von Korruption scheint das beharrliche Bestehen eines Wertesystems zu sein, das einer privatnützigen und materialistischen Maxime den rücksichtslosen Vorrang gegenüber der Orientierung des individuellen Verhaltens am Gemeinwohl einräumt.

 

Doch welchen Beitrag können Strafvorschriften überhaupt leisten, um potentielle Täter abzuschrecken? Welche Möglichkeiten bieten die vielfältigen Präventionsmaßnahmen, die bisher mit sehr unterschiedlicher Konsequenz umgesetzt worden sind? Werden die Fundamente des demokratischen Rechtsstaates tatsächlich durch eine „Wachstumsbranche Korruption“ bedroht, oder handelt es sich dabei um ein übertriebenes Schreckensszenario?
Auf diese und weitere Fragen versucht der Vortrag umfassend und kritisch praxisrelevante Antworten zu geben.


Referent:

Dr. Matthias Braasch ist Gastdozent für Kriminologie am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Korruptionsprävention, Compliance, Straf- und Maßregelvollzug sowie Dopingkriminalität.


Zwischen Amoklauf und Terroranschlag – Neuere Ergebnisse der mikrosoziologischen Gewaltforschung zu gezielten Attentaten durch Einzeltäter

Donnerstag, 3. Mai 2018 um 17.00 Uhr

 

HWR Berlin

Campus Lichtenberg

Alt Friedrichsfelde 60

10315 Berlin

Haus 6B, Raum 063 (ist ausgeschildert)

 

In den letzten zehn Jahren hat in Europa eine Reihe gezielter Attentate stattgefunden (z.B. München 2016, Oslo 2011) deren definitorische Zuordnung die Gewaltforschung vor Probleme stellt, da bei diesen Taten die Grenzen zwischen Amokläufen und terroristischen Attentaten zu verschwimmen scheinen. Im Vortrag soll diese These auf der Grundlage empirischer Befunde diskutiert werden. Hierbei wird argumentiert, dass tatsächlich davon auszugehen ist, dass beide Phänomene schwerer Gewaltkriminalität Gemeinsamkeiten und Überlappungen zeigen, bei denen die kommunikative Bedeutung im Mittelpunkt steht.

 

Auf der Grundlage einer qualitativ-mikrosoziologischen Untersuchung von Tatsituationen und Vorfeldentwicklung bei einer vollständigen Stichprobe deutscher Fälle gezielter Schulattentate („Schulamokläufe“) wird der Vortrag eine Typologie gezielter Attentaten vorstellen und die gesellschaftlichen Bedingungen problematisieren, die eine Verbreitung derartiger Gewaltphänomene ermöglichen.

 

Referent:

Prof. Dr. Vincenz Leuschner ist Professor Kriminologie und Soziologie am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Gewaltforschung (Amok, Terrorismus), der Viktimologie, der Erforschung sozialer Probleme, Entwicklungskriminologie, Kriminalprävention und Soziologie sozialer Beziehungen.


Gewaltprävention in Schulen: Wirksamkeit und Weiterentwicklung der Anti-Gewalt-Veranstaltungen der Polizei Berlin

Donnerstag, 19. April 2018 um 17 Uhr

 

HWR Campus Lichtenberg

Alt Friedrichsfelde 60

10315 Berlin,

Haus 6B, Raum 063 (ist ausgeschildert)

 

Provokationen und Bedrohungen stellen soziale Situationen dar, mit denen Jugendliche oft überfordert sind: Von Ärger getriebene, impulsive Reaktionen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation von Gewalt. Eine Vermittlung von Fähigkeiten, die einen kompetenten Umgang mit Konflikten gewährleisten, stellt ein zentrales Element der Anti-Gewalt-Veranstaltungen (AGVen) der Polizei Berlin dar, die von Berliner Polizeibeamtinnen und –beamten, den so genannten Präventionsbeauftragten, seit den 90er Jahren an Berliner Schulen durchgeführt werden.

 

Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Evaluation und Weiterentwicklung der AGVen der Polizei Berlin. Nach Darstellung zentraler Ergebnisse einer Wirksamkeits- und Prozessevaluation, die in den Jahren 2013 bis 2015 an der Freien Universität Berlin vorgenommen wurde, werden Maßnahmen zur Optimierung des Programms vorgestellt. Diese beinhalten neben strukturellen Verbesserungen, wie eine zukünftig stärkere Einbeziehung der Lehrkräfte, auch die Entwicklung von geeigneten Trainingsmaterialien. Letzteres beinhaltet insbesondere die Konzeption und Illustration von Bilderserien zum Abbau feindseliger Interpretationen in sozialen Situationen, die im Rahmen des Projekts „EMRAH“ im Jahr 2018 an der HWR Berlin realisiert wurden.

 

Im Anschluss an den Vortrag sollen Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit von Schule, Polizei und Wissenschaft zur Prävention von Gewalt an Schulen gemeinsam diskutiert werden.

 

Referentin:

Prof. Dr. Janine Neuhaus ist Professorin für Psychologie und Forschungsmethoden an der HWR Berlin und Mitglied des FÖPS Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Themenbereichen Kriminalprävention, Jugendgewalt, Interventions- und Evaluationsforschung sowie der Genderforschung.

 

Im Vortrag wird auf folgende Projekte Bezug genommen:

  • Projekt „Evaluation und Entwicklung der polizeilichen Gewaltpräventionsmaßnahmen an Berliner Schulen“ an der Freien Universität Berlin, Laufzeit: 07/2013-12/2015, gefördert durch das Landeskriminalamt Berlin; Projektleitung: Prof. Dr. Dieter Kleiber, Prof. Dr. Bettina Hannover; Operative Leitung: Dr. Janine Neuhaus.
  • Projekt „Entwicklung von Materialien zur Reduktion feindseliger Attributionen bei Heranwachsenden“ (EMRAH) an der HWR Berlin, Laufzeit: 07/2018-31.12.2018, gefördert durch die Landeskommission-Berlin gegen Gewalt; Projektleitung: Prof. Dr. Janine Neuhaus, Studentischer Mitarbeiter (gPVD) Marcel Ahl